Das internationale Proletariat wird die Erde erobern

Erklärung der Kommunistischen Partei der Schweiz (Rote Fraktion) anlässlich des internationalem Kampftags des Proletariats 2022. Es handelt sich hier um ein Dokument, dass sich mit verschiedenen Fragen der internationalen Situation und der kommunistischen Weltbewegung befasst, weswegen er für Leser:innen die sich noch nicht stark mit dem Marxismus befasst haben etwas unzugänglich ist.
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!

ERKLÄRUNG

DAS INTERNATIONALE PROLETARIAT WIRD DIE ERDE EROBERN

ANLÄSSLICH DES INTERNATIONALEM KAMPFTAGS DES PROLETARIATS 2022

Provisorisches Zentralkomitee
Kommunistische Partei der Schweiz (Rote Fraktion)
01.05.2020
Reproduziert von
Die Rote Fahne
Erklärung der Kommunistischen Partei der Schweiz (Rote Fraktion) anlässlich des internationalem Kampftags des Proletariats 2022. Es handelt sich hier um ein Dokument, dass sich mit verschiedenen Fragen der internationalen Situation und der kommunistischen Weltbewegung befasst, weswegen er für Leser:innen die sich noch nicht stark mit dem Marxismus befasst haben etwas unzugänglich ist.
Erstmalig veröffentlicht von Die Rote Fahne.

DAS INTERNATIONALE PROLETARIAT WIRD DIE ERDE EROBERN

Wir nehmen die Position der letzten Klasse der Geschichte, dem internationalem Proletariat, ein, — welches seine eigenen Klasseninteressen hat, die sich von denen anderer Klassen unterscheiden und diesen entgegengesetzt sind — und wir haben somit das Ziel, welches nur das Proletariat, das die Völker der Welt anführt, erreichen kann: den Kommunismus. Der einzigen unüberwindbaren neuen Gesellschaft — ohne Ausgebeutete und Ausbeuter, ohne Unterdrückte und Unterdrücker, ohne Klassen, ohne Staat, ohne Parteien, ohne Demokratie, ohne Waffen und Kriege. Die Gesellschaft der «Grossen Harmonie», die radikale und endgültige neue Gesellschaft, auf die 15’000’000’000 Jahre Materie in Bewegung (d.h. der Teil der ewigen Materie, den wir kennen) unausweichlich und unaufhaltsam zusteuern. Erreicht werden kann dieser allerdings nur indem wir den Klassenkampf vorantreiben, bis er die epischen Höhen des Volkskrieges erreicht, in dem sich die Waffen fest in den Händen der bewaffneten Klasse und der Volksmassen befinden und der konterrevolutionäre Krieg für immer vernichtet wird und der Imperialismus und die Reaktion gestürzt und vom Angesicht der Erde gefegt werden. Die Gesellschaft wird dann, im Schatten der Waffen des unbesiegbaren Volkskrieges (auf dem die Diktatur des Proletariats ruht), in all ihren Bereichen umgestaltet werden, es werden alle Klassenunterschiede (und das Privateigentum an den Produktionsmitteln, das diese Unterschiede hervorbringt) zerstört und beseitigt werden. Dann wird es nie wieder Krieg geben, und der Kommunismus erstrahlt vor den Augen der ganzen Menschheit.

Da wir die Position des internationalen Proletariats einnehmen, ist unser Ausgangspunkt, dass dessen Ideologie heute der Marxismus-Leninismus-Maoismus ist — von der der Maoismus die 3. Stufe und der höchste Punkt ist, den die Ideologie des Proletariats in seinem historischen Entwicklungsprozess erreicht hat. In diesem Kontext vertreten wir die Klassenposition und -Interessen des peruanischen Proletariats, das Teil der internationalen Arbeiterklasse ist. Denn nur auf der Grundlage der universellen Doktrin des Marxismus-Leninismus-Maoismus ist es möglich, auf der Seite des Proletariats zu stehen und für seine Interessen zu kämpfen, egal ob hier oder sonst irgendwo. Es gibt nur eine einzige proletarische Ideologie; sie ist weltweit anwendbar und ihre Entwicklung ist ein einheitlicher Weltprozess.

Abimael «Gonzalo» Guzmán: «Entwickelt den Volkskrieg im Dienste der Weltrevolution» (August 1986)

Mai 2022 jährt sich zum 103. Mal die Gründung der Kommunistischen Partei der Schweiz am 24. und 25. Mai 1919 in Biel/Bienne in Jura. Durch die Gründung in Jura ist die kommunistische Bewegung der Schweiz seit der Gründung unserer Partei untrennbar mit dem Kampf der unterdrückten Völker für die Befreiung vom Schweizer Imperialismus verbunden — die Bewegung in unserem Land war von Anfang an eine internationale Bewegung. Lenin wies bereits auf diesen Fakt hin:

Soll die Anerkennung des Internationalismus durch die schweizerische Sozialdemokratie keine hohle, zu nichts verpflichtende Phrase bleiben — eben solche leere Phrase, auf welche sich die Anhänger des «Zentrums» sowie auch die Sozialdemokraten der Epoche der II. Internationale überhaupt immer beschränken –, dann ist es notwendig:

1. Systematisch zu kämpfen für die organisatorische Annäherung und Verschmelzung der ausländischen und der schweizerischen Arbeiter:innen in denselben Vereinen und für ihre volle (zivilrechtliche sowie auch politische) Gleichberechtigung. Das Spezifische des Imperialismus in der Schweiz besteht eben in der wachsenden Ausbeutung der rechtlosen ausländischen Arbeiter:innen durch die schweizerische Bourgeoisie, die ihre Hoffnungen auf die Entfremdung dieser zwei Kategorien von Proletariern setzt.

2. Ist es notwendig, alle Anstrengungen zu machen, damit sich unter den deutschen, französischen und italienischen Arbeiter:innen der Schweiz eine wirklich einheitliche, in der ganzen Praxis der Arbeiterbewegung einheitliche internationalistische Richtung bilde, die mit gleicher Energie und Grundsätzlichkeit den Kampf gegen die Sozialpatrioten und Reformisten ihrer eigenen Nation führe. Es muss eine gemeinsame Plattform der linken Zimmerwaldist:innen für die drei Nationen oder Sprachgruppen ausgearbeitet werden, die die Schweiz bewohnen.

Ohne eine solche Verschmelzung der Arbeiter:innen der revolutionären Richtung innerhalb aller Nationen der Schweiz bleibt der Internationalismus nichts als hohle Phrase, und es wäre wirklich besser, ein bisschen weniger über die 3. Internationale zu sprechen und ein bisschen mehr diese 3. Internationale auf dem besonders günstigen Boden der Schweiz praktisch schaffen zu helfen.

V. I. Lenin: «Die Aufgaben der Linksradikalen (oder der linken Zimmerwaldist:innen) in der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz» (Oktober-November 1916)

Der Gründung unserer Partei ging 1878 die Gründung der ersten schweizerischen Arbeiterpartei durch den Kameraden J. P. Becker voraus. Becker war ein Schüler und Verbündeter von Marx und Engels, den Marx als die entscheidende Kraft im Kampf gegen den Anarchismus in der 1. Arbeiter:innen-Internationale begrüsste und den Engels als den Begründer der ersten Volksarmee der Weltgeschichte — der freiwilligen Arbeiter- und Bauernarmee, die der Kamerad Becker während der Revolution von 1848-49 in Deutschland anführte — bezeichnete. Gegründet wurde unsere Partei von den Kamerad:innen Leonie Kascher und Jakob Herzog — alle beide Schüler:innen und Verbündete Lenins. Lenin selbst erklärte unmissverständlich, dass nur die Anhänger:innen Herzogs die Revolution in der Schweiz machen würden, als er sagte, dass wir in Herzog den Arbeiterführer hätten, den die Schweizer Revolution brauche, um den Sieg zu erringen. Es waren die Schüler:innen und Verbündeten des Kameraden Mao Zedong, die das Liquidatorentum der «Partei der Arbeit» entlarvten und vor 50 Jahren unsere Partei als Kommunistische Partei der Schweiz/Marxist:innen-Leninist:innen wiedergründeten. Und heute sind es die Schüler:innen des Kameraden Gonzalo die unsere Partei ein weiteres Mal wiedergründen werden — es sind wir, die die Fackel des internationalen Kommunismus in den imperialistischen Ländern vorwärts tragen. Lenin schrieb:

Die schweizerische Sozialdemokratie [d.h. die Schweizer Kommunist:innen] sollte nur revolutionär-internationalistische, auf dem Boden der Zimmerwalder Linken stehende Elemente anderer sozialistischer Parteien unterstützen, und zwar nicht platonisch.

V. I. Lenin: «Die Aufgaben der Linksradikalen (oder der linken Zimmerwaldist:innen) in der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz» (Oktober-November 1916)

Unsere Partei wird in den nächsten Jahren wiedergegründet werden, und wir werden die schweizerische Revolution durch bewaffneten Kampf verwirklichen. Das heisst, dass wir dem Oktoberweg (im Angesicht der Entwicklungen der proletarischen Militärtheorie, d.h. dem Volkskrieg) folgen werden. Dies ist die einzige tatsächliche Strategie für die sozialistische Revolution in den imperialistischen Ländern, die einzige tatsächliche Strategie die irgendeine Organisation für die sozialistische Revolution auf der ganzen Welt aufweist. Die Schweiz wird eine leuchtende Barrikade und ein rotes Stützpunktgebiet für die proletarisch-sozialistische Weltrevolution werden. Und bis dieses grosse strategische Ziel erreicht ist und darüber hinaus, versprechen wir unseren Kamerad:innen und Genoss:innen auf der ganzen Erde: Die Schweiz wird ein wahres Zentrum der proletarisch-internationalistischen Solidarität und Unterstützung für euch sein!

Wir wollen die Gelegenheit des internationalen Kampftags des Proletariats nutzen, um Grüsse an unsere Kamerad:innen auf der ganzen Welt, die gegenwärtig den bewaffneten Kampf für die Eroberung der politischen Macht und den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus führen oder sich auf diesen vorbereiten, auszurichten — seien diese Kommunistische Parteien, revolutionäre Organisationen oder einzelne Genoss:innen, die für das hohe Ziel kämpfen, die Kommunistischen Parteien als Teil und im Dienste der Weltrevolution zu gründen bzw. wiederzugründen bzw. zu stärken — und das geleitet von der einzigen, wissenschaftlichen und allmächtigen proletarischen Ideologie, dem Marxismus-Leninismus-Maoismus.

Insbesondere grüssen wir die Kommunistische Partei Indiens (Maoist:innen), die den Volkskrieg in Indien führt, der das derzeit entscheidendste Schlachtfeld der heutigen Welt ist. Ein Volkskrieg, in dem derzeit Millionen von Menschen kämpfen, um den völkermörderischen «Einkreisungs- und Ausrottungsfeldzug» Prahaar-3 der indischen Reaktionäre durch einen neuen Sprung in der Entwicklung des Volkskriegs hin zum strategischen Gleichgewicht zu überwinden. Dieser Sprung wird durch die Errichtung der ersten revolutionären Stützpunktgebiete erreicht werden, die in der nächsten Phase der indischen Revolution voraussichtlich eine Bevölkerung von 200’000’000 Menschen umfassen werden. Der Sieg der indischen neudemokratischen Revolution wird das Kräfteverhältnis in der heutigen Welt zugunsten der Revolution verschieben, so wie es einst die chinesische Revolution tat.

Wir grüssen die Kommunistische Partei der Philippinen, die weiterhin mit grosser Beharrlichkeit den Volkskrieg auf den Philippinen führt, der weitreichende Perspektiven für Asien und Ozeanien aufzeigt. Wir bekräftigen ein weiteres Mal unsere Unterstützung für die philippinische Revolution gegen das faschistische Regime und gegen die Beherrschung des Landes durch den U.S.-Imperialismus, den chinesischen Sozialimperialismus und alle anderen Imperialisten. Die bevorstehenden Wahlen auf den Philippinen sind nichts anderes als die Wahl zwischen Pest und Cholera; die halbfeudale wirtschaftliche Grundlage erlaubt den Kommunist:innen und Revolutionär:innen keine Nutzung des Parlaments als Bühne. Es geht nicht darum, entweder die staatliche oder die nicht-staatliche Fraktion der Subcontractor-Bourgeoisie als «nationale Bourgeoisie» zu definieren, sondern darum, die Wahlen im Dienste der Entwicklung des Volkrieges zu boykottieren und sie wo immer auch möglich zu verhindern. Wir sind davon überzeugt, dass sich der linke Flügel innerhalb der Partei im Kampf gegen die rechtsopportunistischen Abweichungen durchsetzen wird, die sich weiterhin innerhalb der Parteispitze zeigen — wie etwa durch die Unterstützung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine oder die Kapitulationstaktik der «Friedensverhandlungen». Die linken Kamerad:innen müssen all diesen Dreck natürlich aus der Partei beseitigen.

Wir grüssen die Kommunistische Partei Birmas, die Seite an Seite und Schulter and Schulter mit dem birmanischen Volk in dessen antifaschistischen Kampf steht und kämpft, die die falschen «Friedensverhandlungen» der birmanischen herrschenden Klassen zu Recht ablehnt und dagegen die Losung des Volkskrieges ausruft. Wir sind uns sicher, dass die birmanischen Kamerad:innen den Volkskrieg erfolgreich wiederaufnehmen und sowohl das faschistische Regime des Grossgrundbesitzer-Staates als auch alle seine imperialistischen Meister zerschlagen werden, ohne unter die Herrschaft des chinesischen Sozialimperialismus — der 3. Supermacht — zu geraten, der zweifellos versuchen wird, den Kampf des birmanischen Volkes für seine eigenen ausbeuterischen Zwecke zu missbrauchen.

Wir grüssen die Kommunistische Partei Afghanistans (Maoist:innen), die sich momentan auf die Einleitung des Volkskrieges in Afghanistan gegen die reaktionäre, obskurantistische und mittelalterliche Grossgrundbesitzer-Herrschaft der Taliban vorbereitet. Wir grüssen die Proletarische Partei von Ostbengalen, die den bewaffneten Kampf auf dem von Kamerad Siraj Sikder vor vielen Jahrzehnten vorgezeichneten Weg fortsetzt. Und wir grüssen die Kamerad:innen in Nepal, Bhutan, Indonesien, Ceylon, Vietnam, Kampuchea und anderen asiatischen Ländern, die dafür kämpfen, ihre Kommunistischen Parteien wiederzugründen und Volkskriege in der ganzen strategisch wichtigen Region Asiens wiederaufzunehmen, und das gegen alle Arten von faschistischer und sozialfaschistischer Herrschaft und trotz aller Beleidigungen, die ihnen von den revisionistischen Verrätern entgegengeschleudert werden.

Wir grüssen die Kamerad:innen in China, sowohl auf dem Festland, in der Provinz Taiwan als auch in Hongkong und Macau, die sich unter der Fahne des Marxismus-Leninismus-Maoismus im Kampf vereinen — sowohl gegen die sozialfaschistische Herrschaft der «Kommunistischen Partei Chinas» (mit ihrem selbsternannten «Führer» Xi Jinping, der vom chinesischen Volk in der Höhle, in der er aufgewachsen ist, begraben werden wird sobald dieses nach Yan’an zurückkehrt und die Revolution macht, wie Kamerad Mao Zedong die chinesischen Kommunist:innen vor seinem Tod zu Recht angewiesen hat) und gegen die halbkoloniale Herrschaft der chinesischen Reaktionäre in der Provinz Taiwan, die nach den Wünschen des US-Imperialismus handeln.

Wir grüssen die Kamerad:innen Nordafrikas und Westasiens, dieser bedeutenden Region, in der Leute gegen jede Art von imperialistischer und reaktionärer Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen. Unsere Grüsse gehen raus an die Marxist:innen-Leninist:innen-Maoist:innen Marokkos, an die Marxist:innen-Leninist:innen-Maoist:innen Tunesiens sowie an die Marxist:innen-Leninist:innen-Maoist:innen anderer Länder, welche die Gründung echter Kommunistischer Parteien auf die Tagesordnung setzen.

Vor allem aber grüssen wir erneut mit unsagbarem Klassenstolz und voller Freude die Kamerad:innen der Maoistischen Kommunistischen Partei der Türkei/Nordkurdistans, unsere Waffengeschwister, unsere engsten Genoss:innen, unsere Hoffnung für die bewaffnete Revolution in Europa und im Nahen Osten — dieses leuchtende Beispiel, von dem wir in unseren Kämpfen stets zu lernen versuchen; Jede:r muss verstehen, was es wirklich bedeutet, dass die von Kamerad Kaypakkaya gegründete Partei im vergangenen Jahr wiedergegründet wurde, dass sie in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert und dass sie die Wiederaufnahme des Volkskrieges in der Türkei/Nordkurdistan vorbereitet — dem Land, das die Brücke von Europa nach Asien bildet. Ein gewaltiger Gürtel von Revolutionen wird sich bald vom Balkan bis nach Ozeanien erstrecken — keine Macht, keine Gewalt auf dieser Welt wird diesen Prozess aufhalten können!

Wir grüssen das heldenhaft kämpfende Volk von Swasiland, das unter der Führung der Kommunistischen Partei Swasilands einen berechtigten, patriotischen, antifaschistischen und demokratischen bewaffneten Kampf gegen die erzreaktionäre Grossgrundbesitzer-Diktatur von König Mswati dem Letzten — dem einzig verbliebenen absoluten Monarchen auf dem afrikanischen Kontinent — führt. Die Kommunistische Partei Swasilands macht allmählich Fortschritte in ihrem Verständnis des halbfeudalen und halbkolonialen Charakters der swasiländischen Gesellschaft und der neudemokratischen Revolution in Form des Volkskriegs (der dem Weg der Einkreisung der Städte vom Land aus folgt) als einzig mögliche Lösung für die anhaltenden Probleme des swasiländischen Volkes. Wir wissen, dass es in der Partei Kamerad:innen gibt, die die Ideen des Kameraden Mao Zedong aufgreifen — und diese Kamerad:innen müssen auf die Integrierung der Partei in die internationale kommunistische Bewegung und die Festlegung einer korrekten revolutionären Strategie für die swasische Revolution hinwirken, so dass diese Partei als Leuchtturm des Marxismus-Leninismus-Maoismus in Afrika dienen wird, dem perspektivisch entscheidenden Kontinent der Weltrevolution, auf dem bereits viele Volkskriege stattgefunden haben, wie in Azania, Simbabwe, Guinea-Bissau und Kap Verde, und auf dem noch viele weitere stattfinden werden, sobald der swasiländische Funke die Prärien des südlichen Afrikas mit den Flammen des Volkskrieges entzündet.

Wir grüssen die Kamerad:innen in ganz Lateinamerika, die Fortschritte in Sachen Wiedergründung der Kommunistischen Parteien und Vorbereitungen für den Volkskrieg machen — insbesondere grüssen wir die Kommunistische Partei Brasiliens, die dieses Jahr anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung ihrer Partei endlich ihre lang erwartete Wiedergründung angekündigt hat. Wir grüssen ausserdem die Kommunistische Partei Ecuadors (Rote Sonne), die die Wiederaufnahme des Volkskriegs in Ecuador vorbereitet, sowie andere Kamerad:innen in ganz Lateinamerika, wie in Chile und Kolumbien, die trotz aller reaktionären Repression Fortschritte auf dem Weg zum gleichen Ziel machen.

Wir bekräftigen unsere Unterstützung für die wahren Linken in Peru, die unter schwierigsten Bedingungen für die zweite Wiedergründung der Kommunistischen Partei Perus kämpfen — ungeachtet der Lügen, Verleumdungen und Verzerrungen durch die kapitulierenden und revisionistischen peruanischen rechtsopportunistischen Linien, die von den Elementen angeführt werden, die früher unter dem Namen «Miriam» bzw. «José» bekannt waren, sowie durch die «linke» liquidatorische Linie, die sich in den Überresten der «Volksbewegung Peru» strukturiert hat. Wir sind völlig sicher, dass unsere peruanischen Kamerad:innen, die 2017 echte Fortschritte in Richtung Wiedergründung der Partei gemacht haben, ihre falschen Vorstellungen über eine lediglche «allgemeine Reorganisierung» einer von Revisionisten liquidierten PArtei überwinden und alle diese Revisionisten auf den Müllhaufen der Geschichte werfen werden.

Wir grüssen die Kamerad:innen des linken Flügels der internationalen kommunistischen Bewegung in den anderen imperialistischen Ländern, wie in den USA, Deutschland, Dänemark und Australien, die gegen die Vorherrschaft des Revisionismus und des Dogmatismus in den revolutionistischen bzw. kommunistischen Bewegungen ihrer Länder kämpfen und sich bemühen, neue Organisationen zu gründen, die den Kampfformen entsprechen, welche die Wiedergründung ihrer Kommunistischen Parteien erfordert. Die neuen Anstrengungen, die in Australien unternommen werden, um den Marxismus-Leninismus-Maoismus durchzusetzen, sind sehr ermutigend und die Schweizer Kommunist:innen und revolutionäre:n Sozialist:innen verfolgen die dortigen Entwicklungen aufmerksam.

Insbesondere freuen wir uns über den organisatorischen Ausschluss des Kopfes der weiss-chauvinistischen, patriarchalen und dogmatisch-revisionistischen Clique, der die revolutionäre Bewegung in den USA wie sein persönliches Lehnsgut behandelte und der als nichts anderes als ein missbräuchliches Schwein entlarvt wurde — und das nachdem er in alle Richtungen seine «grosse Führerschaft» verkündet hatte. Wir sind sicher, dass die US-Kamerad:innen ihre Grenzen überwinden und die Reste der dogmatisch-revisionistischen Linie hinwegfegen werden, um die gesamte kommunistische Bewegung der USA zu einer revolutionären Strömung für die Wiedergründung der multinationalen Kommunistischen Partei der USA zu vereinigen. Wir bekräftigen unsere Unterstützung für den Kameraden Rashid, den bedeutendsten kommunistischen Anführer und dem wichtigsten politischen Gefangenen in den USA, der den gerechten Kampf der schwarzen Nation gegen die Ami-Halbsklaverei anführt. Wir bekräftigen, dass keine echte kommunistische Bewegung in den USA entstehen kann, wenn diese nicht für die Beteiligung der Revolutionary Intercommunal Black Panther Party kämpft — sofern diese Kamerad:innen auch bei der Überwindung ihrer eigenen ideologischen Abweichungen (d.h. die Überbleibsel der revisionistischen Linie, die historisch von Huey P. Newton, trotz dessen Beiträgen, vertreten wurde) vorankommen.

Wir begrüssen die Auflösung der beiden revisionistischen Fraktionen der «Revolutionären Kommunistischen Partei» in Kanada. Wir hoffen weiterhin, dass die echten Kommunist:innen Kanadas ihre Begrenzungen überwinden werden, — seien diese nun dogmatischer oder empirischer Natur, je nach Genoss:innen der betreffenden Fraktionen — damit der Kampf für die Wiedergründung der Kommunistischen Partei Kanadas vorankommt umd das kanadische Volk ein Vorbild in Sachen bewaffneter Kampf in siedlungskolonialen Ländern wird — und das ohne in «Tiers-mondisme» à la Gotfred Appel oder siedlerchauvinistische Abweichungen zu verfallen. Falls die Genoss:innen dieser Aufgabe gerecht werden, wird dies wichtige neue Fragen lösen, vor denen die internationale kommunistische Bewegung heute in Ländern wie Kanada, Neuseeland, Australien, den USA, Palästina und Azania steht. Die Revolutionär:innen Kanadas müssen verstehen, dass weder die «linke» noch die rechte Form des Liquidatorentums, welche von der früheren Fraktion in Québec bzw. der früheren Fraktion im englischsprachigen Kanada vertreten wird, noch die ultradogmatischen Ansichten, die derzeit von bestimmten Leuten im Lande verbreitet werden, tatsächlich dazu beitragen werden, eine ideologische und politische Linie für die kanadische Revolution zu schmieden.

Wir begrüssen die Etablierung der Maoistischen Kommunistischen Partei Spaniens, die eine wichtige Entwicklung im Kampf des spanischen Volkes gegen den Imperialismus, den Subcontractor-Kapitalismus und den Halbfeudalismus darstellt — vorausgesetzt, dass die Kamerad:innen Fortschritte bei der korrekten Klassenanalyse der spanischen Gesellschaft machen (insbesondere im Hinblick auf sowohl die Bauern- als auch die nationale Frage). Wir hoffen, dass die Kamerad:innen in anderen Ländern der 3. Welt auf dem europäischen Kontinent, wie Portugal und Griechenland, dem Beispiel der spanischen Kamerad:innen folgen werden. Wir hoffen auch, dass die galizischen Kamerad:innen ihre kleinbürgerlich-nationalistischen Beschränkungen überwinden und sich zusammen mit den Kamerad:innen der Maoistischen Kommunistischen Partei zu einer einzigen multinationalen kommunistischen Organisation in Spanien zusammenschliessen, um so ihre eigenen Abweichungen zu korrigieren und gleichzeitig die gesamte spanische kommunistische Bewegung mit ihrer eigenen langen und wertvollen Erfahrung in Sachen kommunistischer Arbeit zu bereichern.

Wir grüssen die Revolutionär:innen Russlands, der Ukraine und Belarus, die trotz aller Formen faschistischer Unterdrückung zweifelsohne dafür kämpfen, den imperialistischen Krieg in einen Bürgerkrieg und den nationalen Befreiungskrieg in einen Volkskrieg umzuwandeln. Insbesondere rufen wir die maoistische Partei Russlands dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, indem sie die bolschewistische Partei wiedergründet und eine weitere Oktoberrevolution in Gang setzt — gegen das faschistische Regime des neuen Zaren Putin und gegen seine gesamten Bande von Oligarchen und Kultisten, wie zum Beispiel Alexander Dugin, seinem neuen Rasputin. Wir begrüssen auch die wichtigen Erklärungen, die in den nordischen Ländern gegen neue NATO-Beitritte und gegen den imperialistischen Krieg veröffentlicht wurden, auch wenn wir uns in einigen Fragen erhebliche Meinungsverschiedenheiten vorbehalten. Wir bekräftigen noch einmal die einzig mögliche Position, die proletarische Internationalist:innen einnehmen können, wenn sie sich in einem kriegstreibendem Land (egal ob dieses nun direkt oder indirekt am imperialistischen Krieg beteiligt ist) befinden:

Kann ein:e Kommunist:in als Internationalist:in gleichzeitig auch ein:e Patriot:in sein? Wir sind der Meinung, dass Kommunist:innen das nicht nur können, sondern auch müssen. Der konkrete Inhalt des Patriotismus wird durch die historischen Bedingungen bestimmt. Es gibt einen «Patriotismus» der japanischen Aggressoren und Hitlers, und es gibt unseren Patriotismus. Den sogenannten «Patriotismus» der japanischen Aggressoren und Hitlers müssen die Kommunist:innen entschieden bekämpfen. Die japanischen und die deutschen Kommunist:innen sind hinsichtlich der Kriege, die ihre Länder führen, Defätist:innen. Es liegt im Interesse sowohl des japanischen wie des deutschen Volkes, mit allen Mitteln darauf hinzuwirken, dass die Kriege der japanischen Aggressoren und Hitlers mit einer Niederlage enden, und je gründlicher deren Niederlage sein wird, desto besser. […] Denn die von den japanischen Aggressoren und Hitler geführten Kriege sind unheilvoll nicht nur für die Völker der Welt, sondern auch für die Völker Japans und Deutschlands. China befindet sich in einer anderen Lage, denn es ist Opfer einer Aggression. Deshalb müssen die chinesischen Kommunist:innen den Patriotismus mit dem Internationalismus verbinden. Wir sind Internationalist:innen, und wir sind auch Patriot:innen; unsere Losung lautet: Kampf zur Verteidigung des Vaterlands gegen die Aggressoren! Für uns ist Defätismus ein Verbrechen, die Erringung des Sieges im Widerstandskrieg aber eine unabweisliche Pflicht. Denn nur durch den Kampf zur Verteidigung der Heimat können wir die Aggressoren besiegen und die nationale Befreiung erreichen. Und nur wenn die Nation befreit ist, kann die Befreiung des Proletariats, des ganzen werktätigen Volkes herbeigeführt werden. Der Sieg Chinas und die Zerschlagung der Imperialisten, die China überfallen haben, werden auch eine Hilfe für die Völker der anderen Länder sein. Deshalb ist der Patriotismus die Verwirklichung des Internationalismus im nationalen Befreiungskrieg.

Mao Zedong: «Der Platz der Kommunistischen Partei Chinas im nationalem Krieg» (Oktober 1938)

Wir betonen weiterhin, so wie Lenin es bereits tat, dass die imperialistische «Neutralität», wie sie von der schweizerischen, schwedischen und auch anderen imperialistischen Bourgeoisien praktiziert wird, nichts anderes als Kriegstreiberei, nichts anderes als Beteiligung am imperialistischen Krieg unter anderer Maske ist:

Angenommen den Satz, der heutige Krieg sei ein imperialistischer, d.h. ein Krieg zwischen zwei grossen Räubern um die Beherrschung und Ausplünderung der Welt, — ist damit noch nicht bewiesen, dass die Vaterlandsverteidigung der Schweiz abzulehnen sei. Wir Schweizer:innen schützen eben unsere Neutralität, wir besetzen unsere Grenzen militärisch, eben um die Teilnahme an diesem Raubkriege zu vermeiden!

So die Sozialpatrioten, die Grütlianer ausserhalb und innerhalb der sozialistischen Partei.

Dieses Argument basiert auf folgenden stillschweigend zu akzeptierenden oder einzuschmuggelnden Voraussetzungen:

1. Kritikloses Wiederholen dessen, was die Bourgeoisie sagt und was sie, um ihre Klassenherrschaft zu wahren, sagen muss.

2. Volles Vertrauen der Bourgeoisie, volles Misstrauen dem Proletariat gegenüber.

3. Ignorierung der wirklichen, nicht vorgetäuschten, internationalen Lage, die sich aus imperialistischen Verhältnissen zwischen allen europäischen Ländern und aus der imperialistischen «Gebundenheit» der schweizerischen Kapitalistenklasse zusammensetzt.

[…] Die imperialistischen Interessen lassen sich, wie allgemein bekannt, nicht nur durch territoriale Erwerbungen wahrmachen, sondern auch durch finanzielle. Die schweizerische Bourgeoisie exportiert — das darf nicht übersehen werden — mindestens 3’000’000’000 CHF Kapital, beutet also zurückgebliebene Völker imperialistisch aus. Das ist Tatsache. Tatsache ist auch, dass das schweizerische Bankkapital in innigster Verbindung und Verflechtung mit dem Bankkapital der Grossmächte steht, dass die «Fremdenindustrie» in der Schweiz usw. die ständige Teilung des imperialistischen Reichtums zwischen den Grossmächten und der Schweiz bedeutet.

V. I. Lenin: «Der Schutz der Neutralität» (Januar 1917)

In der gegenwärtigen Lage muss verstanden werden, dass die beiden von den Supermächten geleiteten imperialistischen Blöcke — d.h. sowohl der West- wie auch der Ostblock — aufgelöst werden müssen, um die Wahrscheinlichkeit eines imperialistischen Weltkrieges deutlich zu verringern. Aber auch das Entstehen neuer imperialistischer Supermächte muss verhindert werden, weshalb es notwendig ist, die Europäische Union vollständig abzulehnen. Denn deren geplante europäische Föderation ist nichts anderes als die Konsolidierung West- und Mitteleuropas unter deutsch-französischer Hegemonie und Kolonialherrschaft. Und da von diesen beiden der deutsche Imperialismus mehr zu sagen hat, wäre dieses Projekt nichts anderes als ein Viertes Reich. Der Kampf gegen die NATO muss unterstützt werden. Der Kampf gegen die Europäische Union muss unterstützt werden. Wenn der Kampf gegen den Hegemonismus bedeutet, taktische Massnahmen wie rein defensive Militärbündnisse oder wirtschaftliche Zollunionen zu unterstützen, dann ist dies eine notwendige taktische Massnahme. Siehe hierfür z.B. die Unterstützung der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft durch den Kameraden Mao Zedong, der gegenüber einer französischen Regierungsdelegation erklärte:

Ich rate Ihnen, neben der Maginot-Linie und der Atombombe auch einen zivilen Luftschutz vorzubereiten. Haben Sie eine Vorstellung davon, wie sich die Welt verändern wird? Wir sind nicht die Stabschefs der Supermächte. Auch Sie wurden von anderen Ländern schikaniert.

In der gegenwärtigen Situation in Europa scheint es nicht nur für Sie, sondern sogar für das Vereinigte Königreich schwierig zu sein, einen Krieg zu beginnen. Die sogenannten Verbündeten sind kaum verlässlich. Sie mögen in einigen Fragen entgegenkommend sein, in anderen aber nicht. Es wird für uns relativ leicht sein, zu einer Einigung zu kommen, aber ziemlich schwierig, wenn wir mit den USA oder der Sowjetunion verhandeln.

Mao Zedong: «Internationale Fragen sollten durch gemeinsame Konsultation geregelt werden» (13.07.1970)

Ausserdem sagte er:

Herrscht jetzt in Europa nicht etwa ein ziemliches Chaos? Wenn ich chaotisch sage, dann meine ich damit, dass 60’000’000’000 US-Dollar in Europa herumschwirren, und dass die USA ihre Verpflichtungen nicht einhalten. Donnerwetter! Das ist wirklich ein schwieriges Problem. Die USA sind ein grosser Despot, der von Europa nur durch den Atlantik getrennt ist. Die wenigen Supermächte sind sich immer uneins. Wir wollen nicht, dass Europa in einem solchen Chaos versinkt. Man muss sich vor der Sowjetunion in Acht nehmen, deren Politik nur Finte im Osten und Angriff im Westen ist. Sie spricht davon, China anzugreifen, während sie in Wirklichkeit vorhat, Europa zu verschlingen. Das ist gefährlich!

Mao Zedong: «Die Politik der Sowjetunion ist Finte im Osten und Angriff im Westen» (10.07.1972)

Diesen Standpunkt fasste er auch in einem Gespräch mit einem ehemaligen britischen Premierminister zusammen:

Wir freuen uns, wenn Europa stark wird.

Mao Zedong: «Gespräch mit Edward Heath» (25.05.1974)

Natürlich gilt eine solche Politik nur im taktischen Kampf gegen die Hegemonialbestrebungen der imperialistischen Supermächte und deren Weltkriegsvorbereitungen und hat mit der Unterstützung der «eigenen» imperialistischen Bourgeoisie oder der Unterstützung der imperialistischen Mächte als Ganzes nichts zu tun. Eine solche rechtsabweichlerische Politik wäre nichts anderes als Verrat an der Weltrevolution und Kapitulation vor der «eigenen» Kapitalistenklasse. Gleichzeitig sollten wir aber auch keine «links»-abweichlerische Politik betreiben, die die Widersprüche im gegnerischen Lager vernachlässigt und die Auswirkungen der imperialistischen Tendenzen auf die politische Situation in der Welt schlichtweg ignoriert. Wie Kamerad Stalin richtig bemerkte:

Reserven der Revolution gibt es […] indirekte: a) die Gegensätze und Konflikte zwischen den nichtproletarischen Klassen des eigenen Landes, die vom Proletariat ausgenutzt werden können, um den Gegner zu schwächen und die eigenen Reserven zu stärken; b) die Gegensätze, Konflikte und Kriege (z.B. der imperialistische Krieg) zwischen den dem proletarischen Staat feindlichen bürgerlichen Staaten, die vom Proletariat ausgenutzt werden können bei seiner Offensive oder beim Manövrieren im Falle eines erzwungenen Rückzugs.

[…] Was die Reserven der zweiten Art betrifft, deren Bedeutung nicht immer klar ist, so muss gesagt werden, dass sie zuweilen von hervorragender Bedeutung für den Gang der Revolution sind. Kaum zu leugnen ist wohl die gewaltige Bedeutung zum Beispiel des Konflikts zwischen der kleinbürgerlichen Demokratie (Sozialrevolutionäre) und der liberal-monarchistischen Bourgeoisie (Kadetten) während und nach der ersten Revolution, der zweifellos dazu beitrug, dass die Bauernschaft dem Einfluss der Bourgeoisie entzogen wurde. Man hat noch weniger Grund, die kolossale Bedeutung der Tatsache zu leugnen, dass die Hauptgruppen der Imperialisten während der Periode des Oktoberumsturzes einen Krieg auf Leben und Tod gegeneinander führten, als die Imperialisten, durch den Krieg gegeneinander in Anspruch genommen, nicht die Möglichkeit hatten, ihre Kräfte gegen die junge Rätemacht zu konzentrieren, und das Proletariat gerade deshalb die Möglichkeit erhielt, die Organisierung der eigenen Kräfte unmittelbar in Angriff zu nehmen, seine Macht zu festigen und die Zerschmetterung Kolčaks und Denikins vorzubereiten. Es ist anzunehmen, dass jetzt, wo sich die Gegensätze zwischen den imperialistischen Gruppen immer mehr vertiefen und ein neuer Krieg zwischen ihnen unvermeidlich wird, die Reserven dieser Art für das Proletariat immer grössere Bedeutung haben werden.

I. V. Stalin: «Über die Grundlagen des Leninismus» (April 1924)

Wir können keine imperialistische Macht von ihren Verbrechen freisprechen, und alle Kommunist:nnen und Revolutionär:innen in den imperialistischen Ländern müssen erkennen, dass der Hauptfeind stets im eigenen Land steht, dass er die «eigene» imperialistische Bourgeoisie ist. Es gilt den Kampf gegen imperialistischen Kolonialismus, Halbkolonialismus und Militarisierung zu unterstützten. Sowohl die externen Kolonien des Imperialismus in Europa — wie Grönland, Nordirland und Belarus — wie auch die externen Kolonien des Imperialismus auf der ganzen Welt — wie «Französisch» Guyana, Kanaky, Ost-Samoa usw. — fordern ihre Befreiung. Auch die Halbkolonien des Imperialismus fordern ihre Befreiung, von Island über Spanien und Portugal bis hin zu ganz Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa (mit Ausnahme von China, Japan, Australien, Neuseeland, Russland und Finnland, welche imperialistische Supermächte oder Mächte sind). Und auch die internen Siedlungskolonien des Imperialismus fordern ihre Befreiung, ob Tschetschenien, Palästina, Aserbaidschan, Neu-Afrika, Ostturkestan, Tibet oder Jura und die romanische Region der Schweiz. Es gibt gewisse imperialistische Chauvinisten, die gerne so tun, als ob die schwarze Nation in den USA, die Ureinwohner:innen in Australien oder die uigurische Nation in China «keine Nationen» seien und dass «der Sozialismus an sich schon all ihre Probleme lösen» wird. Das ist nichts anderes als der übelste Sozialimperialismus. Lenin sagte dazu:

Die Bourgeoisie führe faktisch in den Kolonien die Sklaverei ein, setze die Eingeborenen unerhörten Misshandlungen und Vergewaltigungen aus, «zivilisiere» sie durch die Verbreitung von Schnaps und Syphilis. Und angesichts dieser Sachlage redeten Sozialisten in gewundenen Phrasen von der Möglichkeit einer prinzipiellen Anerkennung der Kolonialpolitik! Das würde den direkten Übergang zum bürgerlichen Standpunkt bedeuten. Das würde heissen, einen entschiedenen Schritt zu tun, um das Proletariat der bürgerlichen Ideologie, dem bürgerlichen Imperialismus, der heute besonders stolz sein Haupt erhebe, unterzuordnen.

V. I. Lenin: «Der Internationale Sozialistenkongress in Stuttgart» (August-September 1907)

Dabei darf man allerdings nicht in «antinationale» Illusionen verfallen, wie es z.B. die deutschen Dogma-Revisionisten tun, und sich auf einer solchen falschen Grundlage dem berechtigten patriotischen Empfinden der einfachen Leute entgegenstellen. Für uns gilt folgendes:

  1. Müssen wir alle Kommunist:innen vereinen, d.h. all diejenigen, die für eine Gesellschaft ohne Privateigentum, ohne politische Macht und ohne Patriarchat kämpfen.
  2. Müssen wir alle proletarische Revolutionär:innen vereinen, d.h. all diejenigen, die für die Vollendung der gegenwärtigen Etappe der Revolution in jedem Land kämpfen.
  3. Müssen wir alle fortschrittlichen Menschen vereinen, d.h. all diejenigen, die ohne Rücksicht auf das Gesetz für die Interessen des Volkes kämpfen.
  4. Müssen wir alle Demokrat:innen vereinen, d.h. all diejenigen, die für die Verteidigung und Ausweitung der demokratischen Rechte des Volkes kämpfen.
  5. Müssen wir alle echten Patrioten vereinen, d.h. all diejenigen, die für die Verteidigung oder Erlangung der nationalen Selbstbestimmung gegen Kolonialismus, Halbkolonialismus und Hegemonismus kämpfen.
    Letzteres gilt auch für imperialistische Nationen, die andere Nationen unterdrücken — und das selbst wenn diese Unterdrückung innerhalb ihrer eigenen Grenzen durch eine siedlungskolonialistische Schicht erfolgt. Kamerad Stalin sagte dazu:

Früher galt die Bourgeoisie als das Haupt der Nation. Sie trat für die Rechte und die Unabhängigkeit der Nation ein und stellte sie «über alles». Jetzt ist vom «nationalen Prinzip» auch nicht eine Spur geblieben. Jetzt verkauft die Bourgeoisie die Rechte und die Unabhängigkeit der Nation für Dollars. Das Banner der nationalen Unabhängigkeit und der nationalen Souveränität ist über Bord geworfen. Ohne Zweifel werdet ihr, die Vertreter:innen der kommunistischen und demokratischen Parteien, dieses Banner erheben und vorantragen müssen, wenn ihr Patriot:innen eures Landes seid, wenn ihr die führende Kraft der Nation werden wollt. Es gibt sonst niemand, der es erheben könnte.

I. V. Stalin: «Rede auf dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion» (14.10.1952)

Diese Position stammt ursprünglich von Kamerad Lenin und ist auch heute noch gültig:

Wir sind erfüllt vom Gefühl nationalen Stolzes, und gerade deshalb hassen wir ganz besonders unsere sklavische Vergangenheit (in der adlige Gutsbesitzer die Bäuer:innen in den Krieg führten, um die Freiheit Ungarns, Polens, Persiens und Chinas zu meucheln) und unsere sklavische Gegenwart, in der dieselben Gutsbesitzer, unterstützt von den Kapitalisten, uns in den Krieg führen, um Polen und die Ukraine zu erdrosseln, um die demokratische Bewegung in Persien und China zu ersticken und um die Bande der Romanovys, Bobrinskies und Puriškevics zu stärken, die unsere grossrussische nationale Würde schänden. Niemand ist schuld daran, dass er/sie als Sklav:in geboren wurde; aber ein Sklave, dem nicht nur alle Freiheitsbestrebungen fremd sind, sondern der diese Sklaverei noch rechtfertigt und beschönigt (der beispielsweise die Erdrosselung Polens, der Ukraine usw. als «Vaterlandsverteidigung» der Grossrussen bezeichnet) — ein solcher Sklave ist ein Lump und ein Schuft, der ein berechtigtes Gefühl der Empörung, der Verachtung und des Ekels hervorruft.

V. I. Lenin: «Über den Nationalstolz der Grossrussen» (12.12.1914)

Wir müssen weltweit jeden Kampf gegen unsere «eigenen» imperialistischen Soldat:innen, Waffen und Patronen unterstützen. Denn die imperialistischen Truppen müssen entweder Heim kommen oder plündernd sterben. Ausserdem müssen wir entschieden gegen jede Professionalisierung der imperialistischen und reaktionären Armeen, gegen jede Militarisierung der imperialistischen und reaktionären Polizeien und gegen jede (faschistische) reaktionäre Militarisierung der Gesellschaft ankämpfen. Parallel dazu gilt es, die Ausweitung der Miliz auf alle erwachsenen Mitglieder der gesamten Bevölkerung — unabhängig von Geschlecht und Nationalität — und die allgemeine Bewaffnung des Volkes zu unterstützen, um das Gewaltmonopol des bürgerlichen Staates zu brechen. Wir dürfen nicht in pazifistische Abweichungen verfallen und die Masse der Soldat:innen als «Reaktionäre» abtun, indem wir die Arbeit in den Streitkräften des Feindes vernachlässigen — denn diese werden unweigerlich unsere Hauptquelle für Waffen, Ausbildung und Rekrut:innen in den kommenden revolutionären Kriegen sein. Lenin hat aufgezeigt:

Heute militarisiert die imperialistische — und andere — Bourgeoisie nicht nur das ganze Volk, sondern auch die Jugend. Morgen wird sie meinetwegen die Frauen militarisieren. Wir antworten darauf: Desto besser! Nur immer schneller voran — je schneller, desto näher ist der bewaffnete Aufstand gegen den Kapitalismus.

[…]

Jetzt durchdringt die Militarisierung das ganze öffentliche Leben. Die Militarisierung wird alles. Der Imperialismus ist erbitterter Kampf der Grossmächte um Teilung und Neuteilung der Welt — er muss daher zur weitern Militarisierung in allen, auch in kleinen, auch in neutralen Ländern führen. Was sollen die proletarischen Frauen dagegen tun? Nur jeden Krieg und alles Militärische verwünschen, nur die Entwaffnung fordern? Niemals werden sich die Frauen einer unterdrückten Klasse, die revolutionär ist, mit solcher schändlichen Rolle bescheiden. Sie werden vielmehr ihren Söhnen sagen: «Du wirst bald gross sein, man wird dir das Gewehr geben. Nimm es und erlerne gut alles Militärische — das ist nötig für die Proletarier:innen, nicht um gegen deine Brüder zu schiessen, wie es jetzt in diesem Räuberkriege geschieht und wie dir die Verräter des Sozialismus raten, sondern um gegen die Bourgeoisie deines eigenen Landes zu kämpfen, um der Ausbeutung, dem Elend und den Kriegen nicht durch fromme Wünsche, sondern durch das Besiegen der Bourgeoisie und deren Entwaffnung ein Ende zu bereiten.

V. I. Lenin: «Das Militärprogramm der proletarischen Revolution» (September 1916)

Abschliessend begrüssen wir auch den Rückschlag, den die Dogmatiker des «Komitee Rote Fahne» in Deutschland erlitten haben. Auf der einen Seite durch die wertvolle Polemik, die unter dem Namen Der Sperling von aus der Sekte ausgetretenen Revolutionär:innen veröffentlicht wurde, aber insbesondere durch das grossartige praktische Beispiel, das die mehr als 110 jungen Revolutionär:innen, die im Roten Jugendblock an der diesjährigen Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration mitmarschierten, gegeben haben. Wir begrüssen die Fortschritte der marxistisch-leninistisch-maoistischen Jugend in Deutschland, und insbesondere die Revolutionär:innen in Münster, die ein Vorbild für die gesamte deutsche Arbeiterklasse sind. Die deutsche Linke darf nie wieder den Lügen der Antideutschen des «Komitee Rote Fahne» zum Opfer fallen, die voller Schuldgefühle wegen ihren Naziopas und mit falschem Internationalismus (unter einem «antiimperialistischen» Deckmantel) gegen das deutsche Volk hetzen. Ewige Ehre, ewiger Ruhm der unvergessenen historischen Erfahrung Rätedeutschlands! Die deutschen Revolutionär:innen müssen ihre Anstrengungen verdoppeln — nur so werden sie sich erfolgreich unter dem Marxismus-Leninismus-Maoismus vereinen, nur so können sie für die Wiedergründung der Kommunistischen Partei Deutschlands kämpfen (und das beinhaltet natürlich, das Hinwegräumen alle Hindernisse auf diesem Weg, einschliesslich der dogmatisch-revisionistischen Strömung, die in ihrem Land vor allem durch das «Komitee Rote Fahne» vertreten wird).

Wir sind absolut gegen die sozialimperialistische «Auslandsarbeit»-Politik, die von den Dogma-Revisionisten der modernen 2. Internationalen (gemeint ist hier die gesamte entartete Struktur von illegitimen internationalen Abkommen, «Koordinationskomitees» und Direktiven unter der Kontrolle der dogmatisch-revisionistischen Strömung in der internationalen kommunistischen Bewegung, die im Zusammenhang mit dem imperialistischen Krieg auf ihren Zusammenbruch zusteuert und nichts anderes als ein absurdes, auf den Kopf gestelltes Echo der historischen 2. Internationale ist, die anstatt aus Massenparteien zu bestehen, von Sekten ausgemacht wird) betrieben wird, denen auch das «Komitee Rote Fahne» angehört. Mit einer Kombination aus Lob, Lügen und kaum verhüllten Drohungen schleichen sich diese Opportunisten in verschiedenen Ländern in die Leitungsebene von Zirkeln unerfahrener Revolutionär:innen ein und missbrauchen ihre Einflussposition, um diese Genoss:innen wie Marionetten zu manipulieren — alles um Prestige und neue Kräfte für sich selbst zu gewinnen. Die Dogma-Revisionisten haben bereits Apparate in Dänemark und Frankreich usurpiert und sind auch schon gewaltsam aus der Schweiz vertrieben worden. Wir bekräftigen unsere berechtigte Forderung: Die Praxis der «Auslandsarbeit» (insbesondere in ihrer sozialimperialistischen Form) darf keinen Platz in der internationalen kommunistischen Bewegung haben. «Auslandsarbeit», wie sie viele Organisationen in der Geschichte der internationalen kommunistischen Bewegung betrieben haben, ist im besten Fall eine bündische Politik (die nationale und grenzenlose Organisationen statt internationaler und territorialer Organisationen schafft) und im schlimmsten Fall einfach ein sozialimperialistisches Projekt, das darauf abzielt, öffentliche Meinung für den Anschluss (nach der «Revolution») der betreffenden Länder in denen Auslandsarbeit betrieben wird an die «Metropole» (d.h. an die Länder von denen Organisationen aus «Auslandsarbeit» betreiben) — als Kolonialgebiete, versteht sich. Alle lokalen Organisationen, die vom Ausland aus kontrolliert werden, müssen aufgelöst werden und ihre Mitglieder:innen müssen entweder in ihre Heimat zurückkehren oder sich den territorialen Kommunistischen Parteien oder revolutionären Organisationen in den betreffenden Ländern anschliessen. Lenin wies zu Recht darauf hin:

In allem übrigen [abgesehen von Propaganda und Agitation in jiddischer Sprache, eigener Literatur, eigener Kongresse, Aufstellung besonderer Forderungen in Entwicklung des einen gemeinsamen sozialdemokratischen Programms, Befriedigung der örtlichen Nöte und Bedürfnisse, die sich aus den besonderen Bedingungen des jüdischen Lebens ergeben] ist die vollständige und engste Verschmelzung mit dem russischen Proletariat notwendig, das verlangen die Interessen des Kampfes des gesamten Proletariats Russlands. Und dem ureigenen Wesen der Sache nach ist jede Angst vor einer «Majorisierung» bei einer solchen Verschmelzung unbegründet, denn vor einer Majorisierung in besonderen Fragen der jüdischen Bewegung sichert gerade die Autonomie, in Fragen des Kampfes gegen die Selbstherrschaft aber, des Kampfes gegen die Bourgeoisie ganz Russlands müssen wir als einige, zentralisierte Kampforganisation auftreten, müssen wir uns auf das gesamte Proletariat stützen, ohne Unterschied der Sprache und der Nationalität, auf das durch die ständige gemeinsame Lösung der theoretischen und praktischen, der taktischen und organisatorischen Fragen zusammengeschweisste Proletariat. Wir dürfen keine Organisationen schaffen, die getrennt marschieren, die ihre eigenen Wege gehen; wir dürfen die Kraft unseres Ansturms nicht durch Zersplitterung in zahlreiche selbständige politische Parteien schwächen, keine Entfremdung und Absonderung in unsere Reihen hineintragen, um nachher die künstlich eingeimpfte Krankheit mit den Pflastern der vielgepriesenen «Föderation» zu heilen.

V. I. Lenin: «Braucht das jüdische Proletariat eine ‹selbständige politische Partei›?» (15.02.1903)

Wir bekräftigen unser Engagement für die Wiedervereinigung der internationalen kommunistischen Bewegung auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus-Maoismus. Wir befürworten den Vorschlag der Kommunistischen Partei Indiens (Maoist:innen), ein Internationales Kommunistisches Forum zu bilden, um die ideologische und politische Linie der internationalen kommunistischen Bewegung zu debattieren und ihre Aktivitäten zu koordinieren, und betrachten dies als einen realen und praktischen Schritt in Richtung der Gründung der Kommunistischen 4. Internationalen, — auf Grundlage des gegenwärtigen Ausdrucks der Ideologie des Proletariats und als Weltpartei der Arbeiterklasse — die strategische Zentralisierung und taktische Dezentralisierung richtig anwenden muss. Wir bekräftigen, dass wir jede «Einheitliche Internationale Maoistische Konferenz» ohne die Teilnahme spezifischer Kommunistischer Parteien — welche tatsächlich Volkskriege führen oder sich darauf vorbereiten dies zu tun — vollständig ablehnen, da eine solche Konferenz objektiv ein Versuch wäre, die gegenwärtig bereits schwache internationale kommunistische Bewegung zu spalten. Jede «Neue Internationale Organisation des Proletariats», die aus einer solchen Konferenz hervorgehen würde, wäre objektiv nichts anderes als eine sektiererische Missgeburt, die die echten Kommunist:innen der Welt zwangsläufig ablehnen, verurteilen und bekämpfen würden. Diejenigen, die die Einheit der internationalen kommunistischen Bewegung anstreben, sollten zunächst Vereinigung auf der bereits bestehenden, relativen Einheitsgrundlage anstreben und von dieser ausgehend, und auf Prinzipien gestützt, für eine höhere relative Einheitsgrundlage kämpfen. Damit zu beginnen, bestimmte Parteien und Organisationen auszuschliessen, die die eigene Definition des Maoismus nicht akzeptieren, wenn es noch nicht einmal ein Forum gibt, in dem über diese Definition gestritten werden kann, ist schlichtwegs eine Sache der Unmöglichkeit. Die Hauptgefahr für die internationale kommunistische Bewegung ist daher derzeit die dogmatisch-revisionistische Strömung, die unter anderem von den Revisionisten des «Komitee Rote Fahne» und der «Volksbewegung Peru» vertreten wird. Um wirkliche Einheit innerhalb der internationalen kommunistischen Bewegung zu erreichen, müssen diese Revisionisten vertrieben und die von ihnen vertretene Linie durch einen beharrlichen Zweilinienkampf zerschlagen werden. Eine solche wirkliche Einheit, auf ideologischer, politischer und organisatorischer Ebene, in einer wiedergegründeten und militarisierten Kommunistischen Internationale, die die Autonomie, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit ihrer Sektionen respektiert, ist notwendig, wenn die internationale kommunistische Bewegung den Herausforderungen der gegenwärtigen Epoche gerecht werden soll. Wie Kamerad Mao Zedong richtig sagte:

Von jetzt an gerechnet sind die nächsten rund 50 bis 100 Jahre ein grosses Zeitalter radikaler Umwälzungen in den Gesellschaftssystemen in der ganzen Welt, ein welterschüttendes Zeitalter ohne Beispiel in der Geschichte. Wir, die in einem solchen Zeitalter leben, müssen auf grosse Kämpfe vorbereitet sein, die sich in ihrer Form durch viele Merkmale von den Kämpfen in der Vergangenheit unterscheiden werden. Dabei müssen wir die allgemeingültige Wahrheit des Marxismus-Leninismus[-Maoismus] so gut wie nur möglich mit der konkreten Praxis des sozialistischen Aufbaus in China und mit der konkreten Praxis der Weltrevolution heute und in Zukunft verbinden und in der Praxis Schritt für Schritt die objektiven Gesetzmässigkeiten des Kampfes aufdecken. Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass wir aus Blindheit viele Niederlagen und Rückschläge werden hinnehmen müssen. Aber wir werden daraus Erfahrungen gewinnen und den endgültigen Sieg erringen. Von daher gesehen ist es durchaus vorteilhaft, mit einer etwas längeren Zeitspanne zu rechnen, die Frist zu kurz anzusetzen kann sich dagegen schädlich auswirken.

Mao Zedong: «Rede auf der vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas einberufenen erweiterten Arbeitskonferenz» (30.01.1962)

Das 21. Jahrhundert wird ein Jahrhundert von entscheidender Bedeutung für die proletarisch-sozialistische Weltrevolution sein. Es wird, wie die Revolutionäre Internationalistische Bewegung richtig verkündete, ein Jahrhundert der Volkskriege sein. Durch imperialistische Angriffskriege und imperialistische Weltkriege zur Neuaufteilung der Welt, durch kapitalistische Klimazerstörung, durch dadurch resultierende Reindustrialisierung, Massenmigration und faschistische Militarisierung und Korporativisierung der bürgerlichen Gesellschaft und letztenendes durch die sinkende Profitrate — die aufgrund negativer Investitionsrenditen in permanenten kapitalistischen Überproduktionskrisen gipfeln wird — stehen wir in diesem Jahrhundert vor einer noch nie dagewesenen Verschärfung aller Grundwidersprüche auf Weltebene, besonders da die Antwort des jetztigen Systems auf all diesen Problemem nur mehr Arbeitslosigkeit, mehr Krisen, mehr Kriege und mehr Umweltzerstörung sein kann. Insbesondere der Hauptwiderspruchs (imperialistische Supermächte und Mächte <-> unterdrückte Nationen) wird sich wie nie zuvor zuspitzen. Dieser ist derzeit der weltweite Hauptwiderspruch, da die imperialistische Ausbeutung und Unterdrückung der Kolonien und Halbkolonien derzeit die treibende Kraft bei der Gestaltung der Weltpolitik ist, obwohl jeder der anderen grundlegenden Widersprüche natürlich zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Hauptwiderspruch werden kann — zum Beispiel würde der zwischenimperialistische Widerspruch im Falle eines imperialistischen Weltkriegs zum Hauptwiderspruch werden.

Ausserdem spitzt sich auch der Widerspruch (Bourgeoisie <-> Proletariat) zu (und das wird er auch in Zukunft weiterhin tun), zumal die Reallöhne unter die Lebenshaltungskosten gedrückt werden, die Militarisierung der Gesellschaft zunimmt und die Arbeiteraristokratie in den imperialistischen Ländern durch den Prozess der kapitalistischen Polarisierung schrittweise aufgelöst wird. Die Tendenz zur Massenmigration hin zur Schaffung interner Kolonien in den imperialistischen Ländern selbst führt ebenfalls zu einer Verschärfung des Widerspruchs zwischen der Arbeiterklasse und der Kapitalistenklasse. Die Widersprüche zwischen den imperialistischen Supermächten untereinander, zwischen den imperialistischen Supermächten und Mächten und zwischen den imperialistischen Mächten selbst verschärfen sich ebenfalls infolge dieser Prozesse. Es werden neue imperialistische Angriffskriege vorbereitet — sowohl direkte Kriege (wie im Fall der russischen Invasion in der Ukraine) als auch Stellvertreterkreige (wie im Fall der türkischen Invasion im Irak). Darüber hinaus bereiten die imperialistischen Supermächte und Mächte auch ein neuen 3. Weltkrieg vor. Schlussendlich entfaltet sich der Widerspruch (Kapitalismus <-> Sozialismus) weiterhin auf der ideologischen Ebene und er entwickelt sich schnell, da die allgemeine konterrevolutionäre Offensive des Imperialismus, des Revisionismus und der Reaktion gegen den Marxismus, gegen die Kommunistische Partei, gegen die Diktatur des Proletariats und den Sozialismus durch die Fortschritte der revolutionären Bewegungen unter der Führung der marxistisch-leninistisch-maoistischen Kommunistischen Parteien in mehreren Ländern der Welt überwunden wird. Dieser Widerspruch wird sich mit der Wiedererrichtung des Sozialismus auf der Welt qualitativ weiterentwickeln und sich dann auch auf der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Ebene entfalten. Alle diese grundlegenden Widersprüche beeinflussen sich gegenseitig und verschärfen sich rasch, so dass sie noch in diesem Jahrhundert durch eine Weltrevolution gelöst werden müssen. Kurz gesagt, Imperialismus, Revisionismus und Reaktion bereiten sich gemeinsam auf graunhafte Verbrechen gegen das internationale Proletariat und die Völker der Welt vor, und wir müssen dafür kämpfen, diesen Völkermord entweder durch Revolution zu verhindern oder ihn durch Revolution zu beenden, wenn es doch noch zu ihm kommt.

Infolge der Verschärfung dieser grundlegenden Widersprüche, insbesondere des Hauptwiderspruchs, erheben sich Leute in neuen Kämpfen — und das überall auf der Welt. Der gewaltsame antifaschistische Kampf in Schweden, die Kämpfe gegen Hunger in Ägypten und Ceylon, der Kampf gegen die grotesk repressive «Zero Covid»-Politik im sozialfaschistischen China, die massive Welle antiimperialistischer Proteste in ganz Russland, der Kampf der Frauen gegen den islamischen Fundamentalismus in Afghanistan, der Kampf gegen den Subcontractor-Kapitalismus in Kasachstan, der Sieg der nationalen Unabhängigkeitskriege in Mali und Afghanistan, der Kampf für Bodenreform in Simbabwe, der anhaltende bewaffnete Kampf des palästinensischen Volkes gegen die zionistischen Reaktionäre und der glorreiche nationale Befreiungskrieg des ukrainischen Volkes sind allesamt Beweise dafür, dass es in der gesamten 3. Welt eine stabile oder sich entwickelnde revolutionäre Situation gibt, und dass es sogar in den imperialistischen Ländern der 1. und 2. Welt heftige Klassenkämpfe und unterschiedliche Grade revolutionärer Sympathie gibt, die von einer bewussten proletarischen Votruppe in eine revolutionäre Situation umgewandelt werden können, wenn diese eine korrekte ideologische und politische Linie und, den Bedingungen des jeweiligen Landes entsprechend, die Strategie des Volkskrieges anwendet — sei das nun als die Umzingelung der Stadt vom Land aus in halbfeudalen Ländern (wie in den meisten Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens), als Oktoberweg in kapitalistischen Ländern (seien sie nun imperialistisch wie die Schweiz oder unterdrückte kapitalistische Länder wie Polen), oder kreativ angewandt auf Länder, in denen das System der Halbsklaverei vorherrscht (wie im Südsudan, in Mauretanien, in den Golfstaaten und anderen Orten). Der Weg der Revolution ist, je nach den gegebenen Besonderheiten, stets unterschiedlich. Die Geschichtehat ohne jeglichen Zweifel bewiesen, dass keine dogmatische Anwendung der Theorie des Volkskriegs jemals in der Lage sein wird, das Volk zum Sieg in der Revolution zu führen. Kamerad Mao Zedong sagte:

In China wie auch in den anderen Ländern der Welt werden letzten Endes über 90% der Bevölkerung den Marxismus-Leninismus [heute den Marxismus-Leninismus-Maoismus] unterstützen. Es gibt immer noch viele Menschen in der Welt, die aufgrund der Täuschungen durch die Sozialdemokraten, Revisionisten, Imperialisten und Reaktionäre der verschiedenen Länder nicht bewusst sind. Aber früher oder später werden sie allmählich erwachen und den Marxismus-Leninismus[-Maoismus] unterstützen. Die Wahrheit des Marxismus-Leninismus[-Maoismus] ist unwiderstehlich. Die Volksmassen werden sich früher oder später zur Revolution erheben. Die Weltrevolution wird schliesslich siegen.

Mao Zedong: «Rede auf der vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas einberufenen erweiterten Arbeitskonferenz» (30.01.1962)

Es ist notwendig, dass die Kommunistischen Parteien ihre Volkskriege (entsprechend den spezifischen Bedingungen der jeweiligen Revolution) einleiten, wiederaufnehmen oder weiterentwickeln; dass die revolutionären Organisationen sich zu Roten Fraktionen ihrer Parteien konstituieren, um diese entweder zu gründen oder wiederzugründen; und dass sich die einzelnen Revolutionär:innen mit aller Kraft um die Gründung eben solcher revolutionärer Organisationen bemühen. Die Weltrevolution verlangt, dass diese Aufgaben von den Kommunist:innen aller Länder erfüllt werden. Wenn sie sie nicht erfüllen, werden lediglich andere an ihre Stelle treten. Die Völker der Welt können es nicht länger ertragen, unter kapitalistischer Herrschaft zu leben. Wir treten in eine entscheidende Periode einer neuen grossen Welle der proletarisch-sozialistischen Weltrevolution ein — ähnlich derjenigen von 1917-21, 1945-49, 1968-75 und 1996-2004. Die strategische Defensive, in die die Weltrevolution nach der Wiederherstellung des Kapitalismus in China 1976 geraten ist, wird bald durch den Kampf der internationalen Arbeiterklasse und der Völker der Welt überwunden werden. Wir werden siegen. Der Klassenfeind wird untergehen. Das internationale Proletariat wird die Erde erobern.

ES LEBE DER INTERNATIONALE KAMPFTAG DES PROLETARIATS!
FÜR DIE WIEDERVEREINIGUNG DER INTERNATIONALEN KOMMUNISTISCHEN BEWEGUNG AUF DER GRUNDLAGE DES MARXISMUS-LENINISMUS-MAOISMUS!
VOLKSKRIEG BIS ZUM KOMMUNISMUS!
Schweiz, 01.05.2022
PROVISORISCHES ZENTRALKOMITEE
KOMMUNISTISCHE PARTEI DER SCHWEIZ (ROTE FRAKTION)