Nieder mit der Lohnsklaverei!

Flugblatt von der OKS/ML.

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

NIEDER MIT DER LOHNSKLAVEREI

Organisation der Kommunisten der Schweiz/Marxisten-Leninisten
Vor Januar 1972

Reproduziert von
Die Rote Fahne

NIEDER MIT DER LOHNSKLAVEREI

«Wenn Sie in 10 Minuten nicht verschwinden, holen wir die Polizei

So wurden am 24. August zwei Arbeiter der Escher-Wyss fristlos aus dem Betrieb hinausgeschmissen. Sie waren für die Fabrik nicht mehr interessant, nachdem sie gekündigt hatten und sich weigerten, als Bestrafung für die Kündigung noch zusätzliche Arbeit zu leisten. Innert 10 Minuten standen sie auf der Strasse: Ohne Arbeit! Ohne Geld! Ohne Wohnung! Der Entlassungsbrief mit der Begründung «Arbeitsverweigerung» sollte sie daran hindern, eine neue Stelle zu finden und für die anderen Arbeiter eine Warnung sein.

Sie wandten sich an die Betriebskommission und an die Gewerkschaft, die sich weigerten auch nur das Geringste zu tun. Dies war vorauszusehen, denn diese sind schon lange zu Handlangern der Fabrikbesitzer geworden, dazu angestellt, dass die Ausbeutung möglichst reibungslos betrieben werden kann.

Einige Arbeiter jedoch liessen sich dies nicht gefallen und riefen selbst in einem Flugblatt die Kollegen zur Solidarität auf. Das Flugblatt löste im Betrieb bei vielen Arbeitern scharfe Kritik an der Direktion aus. Diese sah sich gezwungen, ihre Machenschaften am Anschlagbrett zu «rechtfertigen»: Obschon sie vorher die beiden Arbeiter durch Lohnerhöhungen zurückzuhalten versucht hatte, bezeichnete sie sie nun als Nichtsnutze, um sie sofort loszuwerden.

DIE EREIGNISSE IN DER ESCHER-WYSS ZEIGEN, DASS DIE KAPITALISTEN MEINEN, SIE KÖNNTEN MIT DEN ARBEITERN MACHEN, WAS SIE WOLLEN!

Solange diese Profitwirtschaft besteht, sind die Arbeiter rechtlos, und noch viel mehr, wenn sie nicht organisiert und einig im Kampf sind. Heute müssen die Kapitalisten die Kontrolle über die Arbeiterklasse verstärken, da das ganze kapitalistische System erneut in eine tiefe und weltweite Krise gerät.

  • Der Dollar schmilzt und das Weltwährungssystem kracht zusammen!
  • Die Konkurrenz zwischen den internationalen Kapitalisten verschärft sich.
  • Die Inflation nimmt zu und nagt an der Kaufkraft unserer Löhne.
  • Besonders die Exportindustrie gerät in Schwierigkeiten, die wie üblich auf die Schultern der Arbeiterklasse abgewählzt werden: Durch Rationalisierungsmassnahmen verstärken die Kapitalisten die Lohnsklaverei.

Auch in der Schweiz werden die Machenschaften der Kapitalisten auf den entschlossenen Kampfwillen der Arbeiter stossen, wie es die Streiks in der Metallindustrie und die Mieterdemonstrationen gezeigt haben.

Heute ist die Arbeiterklasse in der Schweiz noch desorganisiert und gespalten:

  • Die Gewerkschaften haben die Arbeiter verraten und den Kampf aufgegeben. Ihre Führer haben sich mit den Kapitalisten versöhnt und immer mehr Arbeiter verlassen die Gewerkschaften.
  • Die Sozialdemokratische Partei und die Partei der Arbeit haben sich schon lange von der Arbeiterklasse gelöst. Sie versuchen unsere Kampfwillen auf die parlamentarischen Tretmühlen abzulenken.

Über die Schranken der Sprachen und Nationalitäten hinweg müssen wir uns an der Basis zusammentun, um die Offensive der Kapitalisten mit unserem Kampf zu beantworten.

Die bewussten Arbeiter müssen sich mit den Marxisten-Leninisten in Verbindung setzen, um eine revolutionäre Partei aufzubauen, die fähig ist, den Kampf siegreich und bis zur endgültigen Befreiung von der Lohnsklaverei zu führen.

«Der Reichtum der Gesellschaft wird von den Arbeitern, Bauern und werktätigen Intellektuellen geschaffen. Wenn diese Menschengruppen ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und wenn sie sich an die marxistisch-leninistische Linie halten, dann wird es keinerlei Schwierigkeiten auf der Welt geben, mit denen sie nicht fertig werden könnten.»

Mao Zedong
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