Über die Wiedergründung der Kommunistischen Partei der Schweiz

Resolution der 1. Plenartagung des Provisorischen Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Schweiz (Rote Fraktion) bezüglich der Wiedergründung der Partei.

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Es gibt ein Ziel die Eroberung der Macht!

RESOLUTION

Über die Wiedergründung der Kommunistischen Partei der Schweiz

1. PLENARTAGUNG
PROVISORISCHES ZENTRALKOMITEE
KOMMUNISTISCHE PARTEI DER SCHWEIZ (ROTE FRAKTION)

01.01.2022
Herausgegeben von
Die Rote Fahne

ÜBER DIE WIEDERGRÜNDUNG DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI DER SCHWEIZ

«Zu guter Letzt, hört zu. Wie wir in der Welt sehen, marschiert der Maoismus unaufhaltsam darauf hin, die neue Welle der proletarischen Weltrevolution zu befehlen. Lasst uns das verstehen und begreifen! Wer Ohren hat, soll sie benutzen und wer Verstand hat — und das haben wir alle — soll diesen anwenden. Schluss mit diesem Unsinn, Schluss mit diesen Unklarheiten! Wir müssen folgendes verstehen: was ist sich auf der Welt am entfalten? Was brauchen wir? Der Maoismus muss verkörpert werden und das wird er, und es muss dazu übergegangen werden kommunistische Parteien hervorzubringen, um diese neue grosse Welle der proletarischen Weltrevolution voranzutreiben und zu leiten.»

Abimael «Gonzalo» Guzmán: «Die Rede aus dem Käfig» (24.09.1992)

 

«Unsere Sektionen müssen allerwärts in jeder Arbeiterangelegenheit die Initiative behaupten, das anregende, organisierende und belehrende element sein. Jede durch ihre Veranlassung gegründete Gewerbsgenossenschaft muss zugleich eine politische und sozialökonomische — eigentlich kommunistische — Erziehungsanstalt sein. Jede Sektion muss darauf hinwirken, dass ihre geistig selbstständigen Mitglieder in allen Arbeitergesellschaften an der Spitze stehen […] Damit bereitet Ihr das Feld für uns vor und gewinnen wir an moralischem Einfluss und stärken unsere Klasse zur materiellen Kraft. […] Die Hauptsache ist, dass in alle unsere Bestrebungen Übereinstimmung und Einheit kommt. Wenn nur jeder von denen, die die Sache einmal begreifen, seine Schuldigkeit tut, so sind wir in einigen Jahren eine unüberwindliche Weltmacht.»

J. P. Becker: Brief an F. A. Sorge (30.05.1867)

«Während die offenen Sozialpatrioten und Opportunisten, die Schweizer Grütlianer, die ebenso wie die Sozialpatrioten aller Länder aus demLager des Proletariats in das Lager der Bourgeoisie übergegangen sind — während diese Leute Euch unverblüfft aufgefordert haben, gegen den schädlichen Einfluss der Ausländer auf die Schweizer Arbeiterbewegung zu kämpfen; während die verkappten Sozialpatrioten und Opportunisten, die unter den Führern der sozialistischen Partei der Schweiz die Mehrheit bilden, in versteckter Form dieselbe Politik betrieben haben, müssen wir erklären, dass wir bei den revolutionären sozialistischen Arbeitern der Schweiz, die auf dem internationalistischen Standpunkt stehen, die wärmsten Sympathien gefunden und aus dem kameradschaftlichen Verkehr mit ihnen viel Nutzen für uns gezogen haben.
[…]
Wir senden diesen Genossen, mit denen wir als Gleichgesinnte Schulter
an Schulter zusammengearbeitet haben, unsere brüderlichen Grüsse.
[…]
Die Umwandlung des imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg fängt an, Tatsache zu werden.
Es lebe die beginnende proletarische Revolution in Europa!»

W. I. Lenin: «Abschiedsbrief an die Schweizer Arbeiter» (26.03.1917)

«Heraus aus dem Dunkel. Empor aus der kleinlichen Gruppentaktik, aus dem verzettelten, unzusammenhängenden Wirken und dem nutzlosen Kraftverschwenden innerhalb der sozialdemokratischen Partei. Vorwärts zum Zusammenschluss aller tatrevolutionären Sozialisten zu einer geschlossenen kommunistischen Partei der Schweiz.
Sollen die kommenden Kämpfe in unserem Lande unter dem Bnner des Kommunismus ausgefochten werden, so ist es höchste Zeit, dass endlch mit dem zersplitterten Organisationswesen gebrochen und mit dem Durcheinander- und Miteinanderarbeiten von Sozialdemokraten und Kommunisten aufgehört wird.
Nur so ist es möglich, die Arbeiterbewegung der Schweiz mit einem frischen Ruck aus dem opportunistischen Sumpf zu heben, in den sie die Sozialdemokratie verfuhrwerkt hat. Nur so kann der Kommunismus zu Einfluss und Macht im Volke gelangen.»

Kommunistische Partei der Schweiz: «Hervor ans Licht» (07.06.1919)

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS

1.1. DER KAMPF ZWISCHEN KAPITAL UND ARBEIT

Der Schweizer Kapitalismus entwickelte sich aus der feudalen Gesellschaft der Alten Eidgenossenschaft nach der Pest und dem Dreissigjährigen Krieg. Nach dem Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich entwickelte sich die Schweiz eigenständig. Es entstand eine Staatsform, die es der Handelsbourgeoisie ermöglichte, einen Teil der Staatsmacht im Lande zu übernehmen. Durch die Uhrenindustrie (16. Jahrhundert) und die Textilindustrie (15. Jahrhundert) beginnt sich Manufaktur und eine primitive Arbeiterklasse zu entwickeln.

Die Grosse Französische Revolution hatte grosse Auswirkungen auf die Schweiz. Die Bourgeoisie, die zuvor nur einige wenige Kantone oder Städte kontrolliert hatte, wurde in der Helvetischen Republik unter der Führung von Napoléon wortwörtlich an die politische Macht katapultiert. Doch mit der Niederschlagung Napoléons durch die reaktionären Grossmächte kam es dann in unserer Heimat zu einer feudalen Restauration. Infolge der Julirevolution in Frankreich kam es dann zu einer Periode der Regeneration, als es der Bourgeoisie wieder gelang, Teile der politischen Macht in der Schweiz zu erlangen.

Die Napoleonischen Kriege hatten die Schweizer Bourgeoisie zur Industrialisierung gezwungen. Da sie nicht länger auf englische Maschinen zählen konnten, gründeten die ehemals handelsorientierten Schweizer Kapitalisten nun überall im Lande chemische Fabriken, Maschinenbauwerkstätten und moderne Industrie. Und mit dem Aufkommen der industriellen Bourgeoisie entstand auch das Industrieproletariat.

Doch der Klassenkampf steuert auf ein Kräftemessen zu. Die Bourgeoisie kontrolliert fast die gesamte wirtschaftliche Macht im Land, vor allem in der französischsprachigen Region und in den nördlichen Städten. Die deutschsprachigen Bauern, die ideologisch vom Jesuitenorden gesteuert wurden, kontrollierten jedoch weiterhin die politische Macht. Ein Bürgerkrieg war vorprogrammiert, und so kam es auch, als die Bourgeoisie die Kontrolle über die Tagsatzung übernahm und eine neue Verfassung verkündete. Die konservativen Kantone bildeten den Sonderbund und versuchten, sich von der Eidgenossenschaft abzuspalten. Dies führte zum Sonderbundskrieg. Die Tagsatzung stellte eine Armee zusammen, die von General Dufour, Napoléons früherer rechten Hand in der Schweiz, befehligt wurde. Die radikalen Kantone gewannen den Krieg, lösten den Sonderbund auf, vertrieben die Jesuiten, schafften die Alte Eidgenossenschaft zugunsten der heutigen Eidgenossenschaft ab und ermöglichten so die freie Entfaltung des Kapitalismus im ganzen Land.

Zeitgleich mit der Machtübernahme durch die industrielle Bourgeoisie entstand das moderne Proletariat. Die Proletarier organisieren zunächst Maschinenstürme, dann kollektive Kämpfe in den einzelnen Betrieben und schliesslich schliessen sie sich in Gewerkschaften zusammen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erweitert sich das Betätigungsfeld der Gewerkschaften bis hin zur Gründung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes im Jahr 1880. Durch lokale und allgemeine Streiks werden Rechte erobert, und 1877 wird das erste eidgenössische Arbeitsgesetz verabschiedet.

Mit dem Aufkommen des modernen Proletariats — in einer Zeit, in der der Klassenkampf zwischen Proletarier*innen und Kapitalisten noch nicht zum Hauptwiderspruch der Schweizer Gesellschaft geworden ist — entsteht der utopische Sozialismus als primitiver Ausdruck von dessen Interessen. 1838 wird der Grütliverein, die bedeutendste utopisch-sozialistische Organisation des Landes, unter der Losung «Durch Bildung kommt Freiheit» gegründet. Sie wird zu einem frühen Zentrum der schweizerischen Arbeiterbewegung.

Nach der Niederlage der deutschen Revolution 1848/49 wird die Schweiz zu einem sicheren Hafen für liberale und kommunistische politische Flüchtende. Johann Philipp Becker, ein Genosse von Marx und Engels, flieht in die Schweiz und gründet später die Deutschschweizer Sektion der 1. Arbeiter-Internationale unter Leitung von Marx und Engels. Diese Sektion bekennt sich zum Marxismus und spielt eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die anarchistische Fraktion Bakunins in der 1. Internationale. Becker führte die klassenbewusste Arbeiterbewegung in den 1860er und 70er Jahren persönlich an und gründete 1878 die erste sozialistische Partei der Schweiz.

Nach der Auflösung der 1. Internationale im Jahr 1876 strebten die Schweizer Sozialist*innen direkt nach einer Wiedergründung der Internationale. Im Jahr 1881 fand in Chur eine internationale sozialistische Konferenz statt, auf der die Gründung der sozialistischen 2. Internationale beschlossen wurde. 1888 wurde die Sozialdemokratische Partei der Schweiz gegründet — allerdings nicht als marxistische Partei, denn nach Beckers Tod wurde ein Kompromiss zwischen den marxistischen, proudhonistischen und lassalleanischen Fraktionen der Arbeiterbewegung eingegangen und so eine gemeinsame Partei gegründet. 1889 trat die Sozialdemokratische Partei der von Engels geleiteten 2. Internationale bei.

1.2. ERSTER MOMENT DER HEUTIGEN (IMPERIALISTISCHEN) SCHWEIZER GESELLSCHAFT

In den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entwickelt sich der Weltkapitalismus zum Imperialismus, d.h. zum 1. monopolistischen, 2. parasitären oder faulenden und 3. sterbenden Kapitalismus. Das gilt auch für den Schweizer Kapitalismus. Durch die prestigeträchtige und dominante Stellung des Schweizer Bankwesens hat das Schweizer Bankkapital Zugang zu grossen Kapitalmengen der kolonialen Grossmächte, so dass die Schweiz keine eigenen Kolonien zu gewinnen braucht. Das bei den Schweizer Banken angelegte Kapital wird für die Umwandlung von Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben in Aktiengesellschaften verwendet. Bank- und Industriekapital verschmelzen — das Finanzkapital entsteht.

In der Arbeiterbewegung hat das Aufkommen des Schweizer Imperialismus grosse Auswirkungen. Es kommt zu einer allgemeinen Polarisierung der Gesellschaft und zu einer Verschärfung des Klassenkampfes. Während bisher die Kleinproduktion dominierte, tritt nun die Grossproduktion in den Vordergrund. Der utopische Sozialismus des Grütlivereins ist nicht mehr tragbar und muss sich formell als proletarische Klassenorganisation bezeichnen. 1902 tritt er dann der Sozialdemokratischen Partei bei. 1904 findet der Aarauer Kongress der Sozialdemokratischen Partei statt, an dem inmitten grosser Klassenkämpfe und Repressionen ein marxistisches Programm verabschiedet wird.

Im Jahr 1912 beruft die 2. Internationale ihren ausserordentlichen Weltkongress in Basel ein und verabschiedet ein Manifest gegen den Krieg. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 verraten jedoch viele sozialdemokratische Parteien das internationale Proletariat unter der Losung der «Verteidigung des Vaterlandes». Auf Initiative der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands unter der Leitung von Lenin beruft die Sozialdemokratische Partei der Schweiz 1915 in Zimmerwald eine internationale sozialistische Konferenz ein, die die Sozialpatrioten und den imperialistischen Krieg verurteilt. Die Sozialdemokratische Partei spaltet sich in drei Fraktionen: Zur Rechten gehört die Grütli-Vereinigung, das Zentrum (dass in Zimmerwald die Mehrheit bildet) wird von Robert Grimm angeführt, und die Linke (die in Zimmerwald in der Minderheit ist) wird von Fritz Platten angeführt.

Lenin trat in die Sozialdemokratische Partei ein. Auf dem Züricher Kongress 1916 wurde auf Vorschlag Lenins die Rechte aus der Partei ausgeschlossen, womit Grimms Fraktion nun die Rechte und Plattens Fraktion das Zentrum bildete. Kurz darauf, nach einer Reihe von Polemiken gegen das revisionistische Zentrum von Grimm, war Lenin gezwungen, aufgrund der Entwicklung der Revolution in Russland, nach Russland zurückzukehren.

Die Grosse Sozialistische Oktoberrevolution hatte grosse Auswirkungen auf die Schweizer Revolution. Unmittelbar nach ihrem Ausbruch fand in Zürich der Novemberaufstand statt. Eine Demonstration gegen den Krieg wurde von der Parteilinken (unter der Leitung von Kascher, Herzog und anderen) in eine Unterstützungsaktion für die Oktoberrevolution mittels illegalen Mitteln (Stilllegung einer Munitionsfabrik) umgewandelt. In der Rechten der Partei unter Grimm und im Zentrum der Partei unter Platten wächst die Unzufriedenheit gegenüber der Linken. Die Novemberdemonstrationen gehen in bewaffnete Kämpfe über und die Schweizer Armee, angeführt vom konterrevolutionären General Wille-Bismarck, besetzt Zürich militärisch.

Nach dem Novemberaufstand scheint sich die Partei auf die Notwendigkeit einer sozialistischen Revolution in der Schweiz geeinigt zu haben. Das ganze Jahr 1918 hindurch bereitet sich die Partei auf den Landesstreik im November 1918 vor. Die Linke sieht den Generalstreik als Mittel, um den Kampf für die Reorganisierung der Partei als kommunistische Partei (oder alternativ für die Gründung einer solchen Partei) und für die Errichtung der Rätemacht voranzutreiben. Der Streik wird jedoch, wie von der Linken vorhergesagt, nach nur vier Tagen von Grimm verraten. Die Parteirechte und das Zentrum (inklusive Platten) verbünden sich, um die Linke am Vorabend des Landesstreiks auszuschliessen. Auf einer öffentlichen Versammlung verkündet die Linke die Notwendigkeit der Gründung einer kommunistischen Partei. Unmittelbar darauf werden die kommunistischen Anführer verhaftet, und der Generalstreik wird de facto durch militärische Besatzung, Verrat und Massaker zerschlagen. Kascher verfasst im Gefängnis das Manifest der Kommunistischen Partei der Schweiz, bevor sie nach Russland deportiert wird, während Herzog das Programm der Partei ebenso im Gefängnis verfasst.

Im März 1919 treffen sich die kommunistischen Gruppen der Schweiz und beschliessen, die Gründung der kommunistischen Partei vorzubereiten. Gleichzeitig nimmt Kascher auf Einladung Lenins am 1. Weltkongress der Kommunistischen 3. Internationale teil. Sie kämpft gegen Plattens Opportunismus und verkündet die Gründungsprinzipien der Kommunistischen Partei — darunter revolutionäre Gewalt, Wahlboykott, das Rätesystem und die allgemeine Bewaffnung des Volkes. Am 25.05.1919 wird die Partei in Biel/Bienne formell gegründet, wo der Entwurf des Manifests und des Programms angenommen und Herzog zum Vorsitzenden der Partei gewählt wird, obwohl er noch inhaftiert ist.

Von 1919 bis 1921 ebbt die revolutionäre Situation ab, während die Kommunistische Partei unter Herzogs Führung darum kämpft, die Errungenschaften der Revolution — vor allem die Arbeiterräte — zu erhalten. Doppelmacht existiert weiterhin klandestin in Zürich. Doch die Kommunistische Internationale besteht auf einem Zusammenschluss der Kommunistischen Partei mit den Linkssozialdemokraten, obwohl die Partei darauf besteht, dass nur Einzelpersonen die Parteimitgliedschaft beantragen können, nicht aber Gruppen. Die Partei wird von der Internationale gezwungen, diese Fusion zu akzeptieren, die dann auf einem Kongress im März 1921 stattfindet. Hier revidiert die Mehrheit der Sozialdemokraten das marxistische Programm der Partei, um das Endziel des Kommunismus zu verwässern und die kommunistischen Prinzipien der revolutionären Gewalt und des Aufbaus des Rätesystems zu streichen und die richtige Taktik des Wahlboykotts durch eine parlamentarische Strategie zu ersetzen, die — wenn man zwischen den Zeilen liest — darauf hinausläuft, «erst eine Mehrheit im Parlament zu gewinnen, dann Räte aufzubauen». Die Sozialdemokraten unter der Führung von Welti und Platten liquidieren die Macht der Räte, usurpieren das Zentralkomitee und negieren die Führung Herzogs und das Leitdenken der Partei. So kommt die 1. rechtsopportunistische Linie an die Macht.

Im Laufe der 1920er Jahre entwickelt sich in der Partei ein Kampf gegen diesen Revisionismus. Ende der 1920er Jahre leitet Herzog die Arbeiterschutzwehr, die paramilitärische Organisation der Partei, die er unter den Proletarier*innen (unabhängig von Parteizugehörigkeit) aufbaut und die sich zu einer roten Fraktion entwickelt. Die von Herzog angeführte Linke gewinnt auf dem 5. Parteitag 1930 einige wichtige Positionen, während dem die 1. rechtsopportunistische Linie entmachtet wird. Die Linke ist jedoch nicht stark genug, um wieder an die Macht zu kommen, und somit werden die ehemaligen Zentristen (sowie leicht zu beeinflussende Neulinge) an die Macht gehievt. Diese werden bald zur 2. rechtsopportunistischen Linie, die von dem Bucharinisten Humbert-Droz angeführt wird. Herzog stirbt bei einem Unfall, bevor der nächste Parteitag abgehalten werden kann, was ein unermesslicher Verlust für unsere Partei und die Revolution ist. Humbert-Droz wird später ausgeschlossen, weil er vorschlägt, die Partei in die Sozialdemokratische Partei zu liquidieren, aber seine Fraktion kontrolliert weiterhin die Partei.

Der Kampf gegen die 2. rechtsopportunistische Linie wird sehr akut, als die Gefahr eines 2. Weltkriegs und einer faschistischen Regierung in der Schweiz wächst. Aufgrund der drohenden Zerstörung der Partei gelingt es der Linken, eine klandestine Reorganisierung der Partei zu erzwingen, was spätestens 1940 der Fall ist. Von besonderer Bedeutung ist, dass die Partei bereits teilweise verboten war und sich in der Romandie nur durch die Auflösung in sozialdemokratische Organisationen unter der Führung von Léon Nicole der Repression entziehen konnte. Das Winterthurer Parteikomitee bildet den Kern einer neuen roten Fraktion, die sowohl junge Genossen als auch Mitglieder der alten Garde Herzogs umfasst.

1939 bricht der 2. Weltkrieg aus. Die Bundesversammlung stimmt der Notstandsregierung durch den Bundesrat zu und genehmigt die Wahl von Henri Guisan zum General. Dies ist der Ausgangspunkt für 13 Jahre faschistische Herrschaft per Dekret in unserem Heimatland. Die Kommunistische Partei wird landesweit verboten. Aufgrund der Gefahr von Repressionen können die meisten Führer der 2. rechtsopportunistischen Linie die Parteiorganisationen nicht mehr leiten. Die Linke gewinnt neue Positionen und beginnt, ihre eigene Linie der klandestinen Organisation für den bewaffneten Aufstand von innen und den Angriff der Roten Armee von aussen voranzutreiben — die gleiche Strategie, die später in Ländern wie Bulgarien, Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei erfolgreich angewendet wurde. In verschiedenen Städten werden bewaffnete Sabotageaktionen durchgeführt, vor allem durch den Kommunistischen Jugendverband, die Freie Jugend und die Sozialistische Jugend, die sich unter anderem gegen den deutschen und italienischen Imperialismus richten.

Während der Zeit der Klandestinität versucht die 2. rechtsopportunistische Linie unter dem Deckmantel der Volksfront und der Rückkehr zur Halblegalität, die Partei zu liquidieren. Das Ergebnis ist die Erklärung vom 30.05.1943, die die Auflösung der Kommunistischen Internationale ausnutzt, um die Kommunistische Partei und die Schweizerische Sozialistische Föderation von Léon Nicole sowie einige linke Sozialdemokraten zu einer einzigen Partei zu vereinigen, die später «Partei der Arbeit» genannt wird.

Dieser offene Schritt zur Liquidierung der Partei wird von der Parteilinken abgelehnt, die ein Notfall-Zentralkomitee einsetzt und am 10.03.1945 eine Plenarsitzung einberuft, die die zweite rechtsopportunistische Linie verurteilt und ihre Mitglieder aus der Kommunistischen Partei ausschliesst. Gleichzeitig reorganisieren sie die Partei als «Internationale Kommunistische Partei der Schweiz». Es gelingt jedoch nicht, die Partei wiederzubeleben — sie wird von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion verurteilt, die die Liquidatoren unterstützt, und in den 1950er Jahren gibt es nur noch sehr wenige Mitglieder der «Internationale Kommunistischen Partei der Schweiz»

1.3. ZWEITER MOMENT DER HEUTIGEN (IMPERIALISTISCHEN) SCHWEIZER GESELLSCHAFT

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs hält die faschistische Herrschaft in der Schweiz an. Der Schweizer Imperialismus profitiert davon, dass er im Krieg «neutral» war und sich zuerst auf die Seite des französischen, dann auf die des deutschen und schliesslich auf die des US-Imperialismus gestellt hat. Aber die Welt ist aufgewühlt und überall brechen Kämpfe aus — die Schweiz hat zwar dazugewonnen, aber das imperialistische System als Ganzes hat verloren. Eine neue Periode der Stürme tut sich auf.

In den 1950er Jahren findet der Kampf zwischen Marxismus und Revisionismus innerhalb der «Partei der Arbeit» langfristig und weitgehend im Verborgenen statt. Erst mit der Grossen Polemik zwischen der Kommunistischen Partei Chinas und der Kommunistischen Partei der Sowjetunion in den 1960er Jahren kommt er an die Oberfläche. 1963 wird der Versuch unternommen, die Partei wiederzugründen, und das durch eine Gruppe die von sich behauptet, dem Mao Zedong Denken zu folgen — die zweite Gruppe dieser Art ausserhalb Chinas, nach dem Kommunistischen Arbeitskreis in Dänemark.

Der Führer dieser Gruppe entpuppt sich jedoch als ein Agent provocateur namens Gérard Boulliard. Die Linke unter der Leitung von Kamerad Andersson gründet 1964 das Lenin-Zentrum in Lausanne. 1967 wird die Organisation der Kommunisten der Schweiz/Marxisten-Leninisten gegründet. Zur gleichen Zeit wird Genosse Andersson aus der Schweiz ausgewiesen, wie zuvor Kameradin Kascher. In seiner Abwesenheit wird im Januar 1972 die Kommunistische Partei der Schweiz/Marxisten-Leninisten gegründet.

Die Kommunistische Partei der Schweiz/Marxisten-Leninisten nimmt das Mao Zedong Denken im Namen auf und beginnt es in der Schweiz anzuwenden. Es gelingt ihr, sich zu einer landesweiten Organisation zu entwickeln. Obwohl Andersson nie antimaoistische Positionen vertritt, auch nicht im albanischen Exil, verkommt die Partei zum Deng Xiaopingismus, und gehen sogar so weit, dass sie dem imperialistischen Schweizer Militär Ratschläge geben, wie sie sich besser organisieren können. Zur gleichen Zeit entsteht aus einer 1969 gegründeten Organisation der Schweizer Kommunisten eine andere Partei, die sich Kommunistische Partei der Schweiz nennt.

Die Situation in den 1960er- und 70er-Jahren ist äusserst komplex, und es ist notwendig, sie genauer zu untersuchen. Klar ist jedoch, dass die Kommunistische Partei der Schweiz/Marxisten-Leninisten schon bald nach ihrer Gründung beginnt, sich als 3. rechtsopportunistische Linie zu entfalten, und zu dem Zeitpunkt, als sie 1976 die Konterrevolution in China unterstützt, völlig revisionistisch ist. Die 3. rechtsopportunistische Linie setzt ihren Entartungsprozess bis zu ihrer Auflösung in eine von Trotzkisten geführte Organisation im Jahr 1987 fort.

In den 1970er Jahren beginnen in unserer Heimat andere Kräfte zu entstehen, neue Kräfte, die die Notwendigkeit der Kommunistischen Partei, die Notwendigkeit des bewaffneten Kampfes und den Mao Zedong Denkens — zumindest bis zu einem gewissen Grad — aufgreifen. Im Zentrum dieser neuen Bewegung stehen die Leute, die später die Organisation Revolutionärer Aufbau gründen werden. Diese Organisation ist voller Widersprüche und wirkt wie ein zweischneidiges Schwert für die kommunistische Bewegung der Schweiz.

Einerseits ist der Revolutionäre Aufbau grundsätzlich ein Zusammenschluss verschiedener Zirkel, der lediglich auf «die Notwendigkeit der Wiedergründung der Kommunistischen Partei» aufmerksam macht. Ihr gesamter Arbeitsstil und ihre Methode widersprechen den Notwendigkeiten der Wiedergründung der Partei und dienen vor allem dazu, revolutionäre Energie in einen ziellosen Anarchismus umzuleiten.

Andererseits greift der Revolutionäre Aufbau den proletarischen Internationalismus auf sehr praktische Weise auf. Er fungiert als Vorposten der Kommunistischen Partei Perus in Europa, übersetzt zum ersten Mal ihre Dokumente ins Deutsche und veröffentlicht als erster die Werke des Vorsitzenden Gonzalo ausserhalb Perus. Er unterstützt den Volkskrieg in der Türkei/Nordkurdistan, und einer seiner Aktivist*innen, Genossin Kinem (Barbara Kistler) wird Kämpferin der Volksarmee der Kommunistischen Partei der Türkei (Marxistisch-Leninistisch) — der heutigen Maoistischen Kommunistischen Partei — und sie fällt im Volkskrieg. Der Revolutionäre Aufbau behindert zwar die notwendige Arbeit zur Wiedergründung der Partei, hält aber gleichzeitig den Marxismus-Leninismus-Maoismus in unserem Land am Leben.

[…]

2. ÜBER DAS LEITDENKEN DER PARTEI

Aus den obigen Ausführungen geht klar hervor, dass in der Geschichte des Schweizer Proletariats und der sozialistischen Revolution die Kommunistische Partei der Schweiz auf einer klaren marxistischen Grundlage von einer definierten historischen Führung (einer Gruppe von Anführern, darunter Leonie Kascher, mit Jakob Herzog an der Spitze) gegründet wurde, gestützt auf einem Leitdenken, das die Quelle der historischen Parteieinheitsgrundlage war. Es ist auch klar, dass der Revisionismus diese historische Führung, das Leitdenken und die Grundlage der Parteieinheit immer bekämpft und negiert hat, dass aber die rote Linie ständig dafür gekämpft hat, den Marxismus in den Reihen des Proletariats in unserer Heimat wieder einzuführen.

Um das historische Leitdenken der Kommunistischen Partei der Schweiz besser zu verstehen, wollen wir die folgende Skizze verwenden.

2.1. HISTORISCHER KONTEXT

Der internationale Kontext, in dem das Leitdenken entstand, war durch folgendes gekennzeichnet:

  • Der Kampf gegen den Revisionismus in der Sozialistischen 2. Internationale, insbesondere in Zimmerwald.
  • Der 1. Weltkrieg, ein imperialistischer Krieg zur Neuaufteilung der Welt.
  • Die Grosse Sozialistische Oktoberrevolution in Russland und der Aufbau des Sozialismus in der Union der Sozialistischen Räterepubliken.
  • Die erste grosse Welle der proletarischen Weltrevolution, in der in Deutschland, Ungarn, Finnland und anderen europäischen Ländern die Macht ergriffen und verloren wurde.

Der innenpolitische Kontext, in dem das Leitdenken entstand, war durch folgendes gekennzeichnet:

  • Die zunehmende Verarmung des Schweizer Volkes unter den Bedingungen der «Neutralität» im imperialistischen Weltkrieg.
  • Der Kampf gegen den Revisionismus in der Sozialdemokratischen Partei.
  • Die revolutionäre Situation von 1917-19, in der der Novemberaufstand und der Generalstreik stattfanden und die Rätemacht erobert wurde.
  • Der Kampf um den Erhalt und die Festigung der Rätemacht während des revolutionären Abschwungs.

2.2. IDEOLOGISCHE GRUNDLAGE

Die ideologische Grundlage des Leitdenkens war der Marxismus-Lenin Denken, hauptsächlich das Lenin Denken. Mit anderen Worten, es war Lenin, der persönlich die Kamerad*innen formte, die die historische Führung bilden und die Partei gründen sollten, und dieser Prozess fand auf der Grundlage des Marxismus und der Ideen Lenins statt. Es ist wichtig klarzustellen, dass dies nicht auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus geschah, der erst 1924 von Stalin definiert und synthetisiert wurde — hieraus lassen sich die Ursprünge einiger Abweichungen im Leitdenken ableiten.

2.3. INHALT

Erstens drückt sich der Inhalt des Leitdenkens darin aus, wie es die marxistische Theorie praktisch handhabt — die Betonung des politischen Aspekts, der revolutionären Strategie und Taktik, der Rolle der Massen und ihrer Aktion bei der Durchführung der Revolution. Im Denken unserer historischen Führung ist kein Gramm Dogmatismus zu finden.

Zweitens ist der Inhalt des Leitdenkens vor allem in den Artikeln von Die Forderung und späteren Zeitungen, den Werken von Jakob Herzog, den Reden und der Autobiographie von Leonie Kascher und den Dokumenten der Partei in der Zeit von 1919-21 enthalten. Der Hauptteil des Inhalts ist im Manifest und Programm der Partei enthalten.

Und drittens ist der Inhalt des Leitdenkens nicht strukturiert und enthält somit widersprüchliche Aspekte. Um das erste von Mao aufgestellte Kriterium — theoretische Kohärenz — zu erfüllen, müssen die Ideen des Leitdenkens im Hinblick auf den heutigen Marxismus, den Marxismus-Leninismus-Maoismus-Gonzalo Denken korrigiert werden. Was das Kriterium eines guten Geschichtsverständnisses betrifft, so hat sich Herzog mit dem Studium der schweizerischen Geschichte befasst. Es ist notwendig, seine Werke hierzu zu studieren, um das Leitdenken besser zu verstehen. Was die praktische Handhabung der Politik anbelangt, so kann niemand den Gründer*innen unserer Partei vorwerfen, sie hätten nicht gewusst, wie man den Massen zuhört und sie führt.

2.4. DAS GRUNDLEGENDE

Grundlegend für das Leitdenken ist die Eroberung und Verteidigung der politischen Macht mittels Klassenkrieg. Leonie Kascher brachte dies in ihrem berühmten Satz «Es gibt ein Ziel, die Eroberung der Macht!» zum Ausdruck, was in der klaren Ausrichtung auf das Rätesystem während der Schweizer Revolution von 1917-21 zum Ausdruck kam. Die Massen dazu zu bewegen, die Rätemacht aufzubauen und die Macht des kapitalistischen Staates mit revolutionärer Gewalt zu beseitigen, um so zum Sozialismus und Kommunismus zu gelangen — dieser Grundgedanke zieht sich durch das gesamte Schaffen und Denken unserer Gründer*innen.

2.5. GESCHMIEDET IM ZWEI-LINIEN-KAMPF

Das Leitdenken wurde im Kampf der roten proletarischen Linie gegen die weissen bürgerlichen Linien zunächst in der Sozialdemokratischen Partei und dann in der Kommunistischen Partei geschmiedet; zuerst unter der Führung Lenins und dann unabhängig durch die historische Rote Fraktion. Im Kampf gegen den Sozialpatriotismus des Grütlivereins, das Grimmsche Kapitulantentum und die 1. rechtsopportunistische Linie wurde das Leitdenken geschmiedet; im Kampf gegen die 2. und 3. rechtsopportunistische Linie wurden Erfahrungen gemacht, die das Leitdenken stark bereichern werden, sobald die Lehren daraus gezogen sind. […]

3. THESEN ZUR WIEDERGRÜNDUNG DER PARTEI

3.1. DER HAUPTWIDERSPRUCH

Der Hauptwiderspruch bei der Wiedergründung der Kommunistischen Partei der Schweiz ist (Marxismus ↔ Revisionismus). Genauer gesagt handelt es sich hier um (Leitdenken ↔ historischer Revisionismus), (richtige Aspekte des Leitdenkens ↔ falsche Aspekte des Leitdenkens), (Marxismus-Leninismus-Maoismus-Gonzalo Denken ↔ einheimischer Revisionismus), (Marxismus-Leninismus-Maoismus-Gonzalo Denken ↔ internationaler Revisionismus) und (Marxismus-Leninismus-Maoismus-Gonzalo-Denken und Leitdenken ↔ interner Revisionismus). «Die Wiedergründung der Partei […] ist in der Summe ein Kampf gegen den Revisionismus», wie Gonzalo betonte. Im Hinblick auf den Kampf gegen den Revisionismus zur Wiedergründung der Partei ist der Kampf gegen den Revisionismus in unseren eigenen Reihen die Hauptaufgabe, da dieser Revisionismus die Hauptgefahr für uns darstellt.

3.2. DER SCHLÜSSEL ZUR WIEDERGRÜNDUNG DER PARTEI

Das Leitdenken der Partei in Hinblick auf den heutigen Marxismus — dem Marxismus-Leninismus-Maoismus-Gonzalo Denken, hauptsächlich Gonzalo Denken — zu identifizieren, wiederaufzunehmen und weiterzuentwickeln (d.h. «korrigieren» und «modernisieren») ist entscheidend für Widergründung der Kommunistischen Partei der Schweiz. Das heisst nicht nur, dass wir das mit dem historischen Leitdenken tun müssen, sondern mit der roten Linie überhaupt in der ganzen Geschichte des Schweizer Proletariats — von Johann Philipp Becker durch die historische Führung bis zum Winterthurer Komitee und Nils Andersson. Ohne die Wiederherstellung der historischen Grundlage der Parteieinheit auf einer modernen Basis wird es nicht möglich sein, die Partei wiederzugründen.

3.3. DIE BESONDERHEITEN DER WIEDERGRÜNDUNG DER PARTEI

Anders als in Ländern, in denen die Partei von einer roten Fraktion innerhalb einer bereits bestehenden Parteiorganisation wiedergegründet wurde, ist die Kommunistische Partei der Schweiz organisatorisch durch den Revisionismus liquidiert worden. Deshalb ist es Aufgabe der Roten Fraktion, sich nicht in einer der Rumpforganisationen aufzulösen, die vorgeben, von der Partei abzustammen, wie die «Partei der Arbeit» oder die 4. rechtsopportunistische Linie — die Sozialpatrioten im Tessin (die aufstrebende fünfte Kolonne des russischen und chinesischen Imperialismus) — sondern die Aufgabe der Wiedergründung der Kommunistischen Partei selbst zu übernehmen.

Der Hauptunterschied zwischen der Wiedergründung der Partei aus eigener Kraft und dem Handeln innerhalb existierender Parteiorganisation besteht darin, dass wir die Aufgabe haben, die aufgelösten Parteiorganisationen selbst wiederaufzubauen und gleichzeitig neue zu gründen — anstatt sie von den Revisionisten, die sie kontrollieren, zu erobern. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll, kann aber von Anfang an entsprechend der roten Linie durchgeführt werden, was von Vorteil ist.

[…]

DIE KOMMUNISTISCHE PARTEI DER SCHWEIZ WIEDERGRÜNDEN!
TOD DEM REVISIONISMUS! KÄMPFT FÜR DEN KOMMUNISMUS!
Schweiz, 01.01.2022
PROVISORISCHES ZENTRALKOMITEE
KOMMUNISTISCHE PARTEI DER SCHWEIZ (ROTE FRAKTION)